Sprüche über das Leben
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Das wähne nun keiner, dass er sich nicht entbehren ließ; Dein Tod oder meiner macht in der Welt noch keinen Riss.
— Eduard von Bauernfeld
Nur zwei große Strömungen gibt es in der Geschichte: die Niedertracht, die die Konservativen macht, und den Neid, der die Revolutionäre macht.
— Jules de Goncourt
Das Alter gräbt uns mehr Falten in den Geist, als in das Gesicht.
— Michel de Montaigne
Niemand ist beklagenswerter als jener Mensch, dem nichts so sehr zur Gewohnheit geworden ist, wie die Unentschlossenheit.
— William James
Wir müssen heute nach den Wahrheiten leben, die uns zur Verfügung stehen, dabei aber immer bereits sein, sie morgen Irrtümer zu nennen.
— William James
Wo immer es exzessiven Reichtum gibt, herrscht im Gegenzug auch exzessive Armut.
— Walter Savage Landor
Eines wird dem Fortschritt immer bleiben: Was er nicht übertreffen kann, zu übertreiben.
— Franz Grillparzer
Der Mensch kommt nur dazu, etwas Eigenes aufzustellen, wenn er sich überzeugt, dass das Vorhandene ihm nicht genügt hat.
— Achim von Arnim
Güte ist das Feingefühl roher Seelen.
— Fernando Pessoa
Die Menschen und die Pyramiden Sind nicht gemacht, um auf dem Kopf zu stehn.
— Gottlieb Konrad Pfeffel
Erfahren muß man stets, Erfahrung wird nie enden, und endlich fehlt die Zeit, Erfahrenes anzuwenden.
— Friedrich Rückert
Geh, wo du gehen kannst, die goldne Mittelstraße, und miß der Dinge Wert mit ihrem rechten Maße.
— Johann Wilhelm Ludwig Gleim
Frohsinn und Zufriedenheit sind große Verschönerer und berühmte Pfleger von jugendlichem Aussehen.
— Charles John Huffam Dickens
Die ganze Weisheit junger Toren ist keinen Tag Erfahrung wert.
— Gottlieb Konrad Pfeffel
Übertriebene Bescheidenheit ist auch Eitelkeit.
— August von Kotzebue
Jeder trägt in sich das Urbild der Schönheit, deren Abbild er in der großen Welt sucht.
— Blaise Pascal
Abenteuer: Eine von der richtigen Seite betrachtete Strapaze.
— Gilbert Keith Chesterton
Fremder Gleichmut ist eines der besten Mittel gegen die Fieber des Lebens.
— Paul Keller
Entwicklung ist der Zweck des Lebens, das Leben selbst ist Entwicklung, also ist das Leben selbst Zweck.
— Georg Büchner
Der Mensch ist nicht zur Ruhe bestimmt.
— Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg