Sprüche über das Leben
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Ich gebe mich nicht damit ab, zu sagen, was in der Welt zu tun ist - damit geben sich genug andre ab - sondern ich sage, was ich in ihr tue
— Michel de Montaigne
Bei seinem Tun und Lassen sollte es dem Menschen auf Billigung und nicht auf Beifall ankommen.
— Charles-Louis de Montesquieu
Alles in der Welt endet durch Zerfall oder Ermüdung
— Christian Johann Heinrich Heine
Sieh dich vor, dass der Sinn für das Große dir nicht abhanden kommt, ehe du es gewahr wirst.
— Friedrich von Schlegel
Die Gewohnheit ist eine zweite Natur.
— Marcus Tullius Cicero
Was für eine Frau das Parfüm, ist für den Mann der Zigarrenduft.
— Detlef von Liliencron
Der Mittelweg ist oft doppelt gefährlich.
— Christian Dietrich Grabbe
Um allein zu leben, muß man sehr einem Gotte oder ganz einem Tier ähnlich sein.
— Baltasar Gracián y Morales
Es ist unmöglich, in welcher Lage man sich auch befinden möge, eine vollkommen schöne Frau ohne Staunen und Ehrfurcht anzusehen.
— Alfred de Musset
Länger als Taten lebt das Wort.
— Pindar
Man muß sein Brot mit dem Messer schneiden, das einem das Schicksal, ob stumpf oder scharf, dazu in die Hand gibt.
— Wilhelm Raabe
Erträglich ist der Mensch als Einzelner. Im Haufen steht er der Tierwelt zu nah.
— Franz Grillparzer
Oft beklagen wird das Unglück unserer Feinde mehr aus Stolz als aus Mitleid. Um ihnen zu zeigen, dass wir erhaben über sie sind, geben wir ihnen Beweise unseres Mitleids
— François de la Rochefoucauld
Wir sind nie entfernter von unseren Wünschen, als wenn wir uns einbilden, das Gewünschte zu besitzen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Bleiben wird von uns nur, was wir dem Allgemeinen geweiht.
— Karl Ferdinand Gutzkow
Das Schwache ist ein Charakterzug unseres Jahrhunderts.
— Johann Wolfgang von Goethe
Das einzige, was ich an der Freiheit liebe, ist der Kampf um sie.
— Henrik Johan Ibsen
Anmut umgibt die Eleganz und kleidet sie.
— Joseph Joubert
Stil ist der äußere Ausdruck einer inneren Harmonie der Seele.
— William Hazlitt
Das Leben wird gegen Abend, wie die Träume gegen Morgen, immer klarer.
— Karl Julius Weber