Sprüche über das Leben
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Würden sich die Menschen um das Vergessen nur halb soviel bemühen wie um das Erinnern, wäre die Welt schon längst ein friedliches Paradies.
— Jean Anouilh
Der Mensch begegnet seinem Schicksal oftmals auf der Strasse, die er nahm, um ihm auszuweichen.
— Jean de La Fontaine
Mir kommt es immer vor, dass die Art- wie man die Ereignisse des Lebens nimmt - ebenso wichtigen Anteil an unserem Glück und Unglück hätte als diese Ereignisse selbst.
— Wilhelm von Humboldt
Nichts kann unverwandelt gerettet werden, nichts, das nicht das Tor seines Todes durchschritten hätte.
— Theodor W. Adorno
Ein jeder achte wohl darauf, welche Träume er im heimlichen Winkel seiner Seele hegt; denn wenn sie erst großgewachsen sind, werden sie leicht seine Herren!
— Gustav Freytag
Anmut ist ein Ausströmen der inneren Harmonie.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Im Prinzip bin ich ja nicht abergläubisch, aber wenn wir heute Freitag den 13. hätten, käme ich doch lieber ein andermal wieder.
— Alexander Puschkin
Das Beste im Menschen sind seine jungen Gefühle und seine alten Gedanken.
— Joseph Joubert
Jede Gewöhnung, sogar die Verstellung, wird Eigenschaft schließlich; Schwermut, stelle dich leicht, bis du zum Gleichmut gedeihst!
— Richard Fedor Leopold Dehmel
Das Gesetz ist lückenhaft, das Recht ist lückenlos.
— Joseph Unger
Geschichte schreiben ist eine Art, sich das Vergangene vom Halse zu schaffen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Was uns beim Sterben weh tut, ist das Leben
— Jean Anouilh
Das Leben ist die Kategorie der Möglichkeit. Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.
— Christian Friedrich Hebbel
In einer Welt, die allem fragwürdig geworden ist, suchen wir philosophierend die Richtung zu halten, ohne das Ziel zu kennen.
— Karl Theodor Jaspers
Nachsichtige Verachtung mit seelischer Heiterkeit zu verbinden, ist die beste Philosophie für den Lauf der Welt.
— Nicolas Chamfort
Das Leben in der Natur gibt die Wahrheit der Dinge zu erkennen.
— Albrecht Dürer
Das Alter ist nicht trübe, weil darin unsere Freuden, sondern weil unsere Hoffnungen aufhören
— Jean Paul
Wir sollten weder im Zorn zurückschauen, noch furchtsam nach vorn, sondern mit offenen Augen umherblicken.
— James Thurber
Sieh, das ist Lebenskunst, vom schieren Wahn des Lebens sich befreien, fein hinzulächeln übers große Muss.
— Christian Morgenstern
Die Zeit bekehrt mehr Menschen als die Vernunft.
— Thomas Paine