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Sprüche über das Leben

3293 Sprüche — Seite 8

  1. Belehrung findet man öfter in der Welt als Trost.

    Georg Christoph Lichtenberg

  2. Die Mehrzahl der Menschen ist so: Macht man ihnen bescheiden Platz, so werden sie unverschämt. Versetzt man ihnen aber Ellbogenstöße und tritt ihnen auf die Füße, so ziehen sie den Hut.

    Johann Nepomuk Nestroy

  3. Man sieht oft etwas hundertmal, tausendmal, ehe man es zum ersten Male wirklich sieht.

    Christian Morgenstern

  4. Engstirnige Menschen sind wie Flaschen mit einem engen Hals, je weniger darin ist, desto mehr Geräusch entsteht beim Ausschütten.

    Jonathan Swift

  5. Die Schilderung der schlechten Charaktere gelingt oft besser als die der guten, weil sie in uns selber schlummern.

    Friedrich Georg Jünger

  6. Meide alles, was die Menschen trennt, und tu alles, was sie eint.

    Leo Tolstoi

  7. Sich selbst darf man nicht für so göttlich halten, dass man seine eigenen Werke nicht gelegentlich verbessern könnte

    Ludwig van Beethoven

  8. Wir haben nicht zu wenig Zeit, wir verschwenden zu viel davon. Auch zur Vollbringung der größten Dinge ist das Leben lang genug, wenn es nur gut angewendet wird.

    Seneca

  9. Die Vergangenheit ist wie ein Teppich. Man kann auf ihm schreiten oder auf ihm ausrutschen.

    John Steinbeck

  10. Die Wahrheit ist eine scheue Geliebte, man besitzt sie niemals ganz.

    Hermann Bahr

  11. Wer mit mir reden will, der darf nicht bloß seine eigene Meinung hören wollen.

    Wilhelm Raabe

  12. Jeden Abend sind wir um einen Tag ärmer.

    Arthur Schopenhauer

  13. Tugend und Reinheit unterscheiden sich wenig vom Laster, wenn sie nicht frei sind vom bösen Gefühl.

    Anton Tschechow

  14. Die Tugend eines Menschen sollte nicht an seinen besonderen Leistungen gemessen werden, sondern an seinen alltäglichen.

    Blaise Pascal

  15. Anerkennung ist das Wort eines Idioten. Man findet es im Lexikon, aber nicht im menschlichen Herzen.

    Honoré de Balzac

  16. Schönheit birgt eine tiefere und höhere Wahrheit in sich, als die Wahrheit selber.

    Anatole France

  17. Unsere Zeit ist so aufregend, dass man die Menschen eigentlich nur noch mit Langeweile schockieren kann.

    John Steinbeck

  18. Moral ist eine Wichtigtuerei des Menschen vor der Natur.

    Friedrich Nietzsche

  19. In der Sprache, in der man am schlechtesten spricht, kann man am wenigsten lügen

    Christian Friedrich Hebbel

  20. Überraschung und Verwunderung sind der Anfang des Begreifens

    José Ortega y Gasset