Sprüche über das Leben
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Belehrung findet man öfter in der Welt als Trost.
— Georg Christoph Lichtenberg
Die Mehrzahl der Menschen ist so: Macht man ihnen bescheiden Platz, so werden sie unverschämt. Versetzt man ihnen aber Ellbogenstöße und tritt ihnen auf die Füße, so ziehen sie den Hut.
— Johann Nepomuk Nestroy
Man sieht oft etwas hundertmal, tausendmal, ehe man es zum ersten Male wirklich sieht.
— Christian Morgenstern
Engstirnige Menschen sind wie Flaschen mit einem engen Hals, je weniger darin ist, desto mehr Geräusch entsteht beim Ausschütten.
— Jonathan Swift
Die Schilderung der schlechten Charaktere gelingt oft besser als die der guten, weil sie in uns selber schlummern.
— Friedrich Georg Jünger
Meide alles, was die Menschen trennt, und tu alles, was sie eint.
— Leo Tolstoi
Sich selbst darf man nicht für so göttlich halten, dass man seine eigenen Werke nicht gelegentlich verbessern könnte
— Ludwig van Beethoven
Wir haben nicht zu wenig Zeit, wir verschwenden zu viel davon. Auch zur Vollbringung der größten Dinge ist das Leben lang genug, wenn es nur gut angewendet wird.
— Seneca
Die Vergangenheit ist wie ein Teppich. Man kann auf ihm schreiten oder auf ihm ausrutschen.
— John Steinbeck
Die Wahrheit ist eine scheue Geliebte, man besitzt sie niemals ganz.
— Hermann Bahr
Wer mit mir reden will, der darf nicht bloß seine eigene Meinung hören wollen.
— Wilhelm Raabe
Jeden Abend sind wir um einen Tag ärmer.
— Arthur Schopenhauer
Tugend und Reinheit unterscheiden sich wenig vom Laster, wenn sie nicht frei sind vom bösen Gefühl.
— Anton Tschechow
Die Tugend eines Menschen sollte nicht an seinen besonderen Leistungen gemessen werden, sondern an seinen alltäglichen.
— Blaise Pascal
Anerkennung ist das Wort eines Idioten. Man findet es im Lexikon, aber nicht im menschlichen Herzen.
— Honoré de Balzac
Schönheit birgt eine tiefere und höhere Wahrheit in sich, als die Wahrheit selber.
— Anatole France
Unsere Zeit ist so aufregend, dass man die Menschen eigentlich nur noch mit Langeweile schockieren kann.
— John Steinbeck
Moral ist eine Wichtigtuerei des Menschen vor der Natur.
— Friedrich Nietzsche
In der Sprache, in der man am schlechtesten spricht, kann man am wenigsten lügen
— Christian Friedrich Hebbel
Überraschung und Verwunderung sind der Anfang des Begreifens
— José Ortega y Gasset