Sprüche über das Leben
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Zu tausend Dingen bin ich ja nicht gekommen bei meinem sonderbaren Leben und hätte doch zu tausend Dingen Talent gehabt
— Franziska Gräfin zu Reventlow
Ein Mensch ist seiner Beschaffenheit nach ein religiöses Tier.
— Edmund Burke
Was gestern absurd schien, wird heute allgemein geglaubt und ist morgen banal
— Daniel Spitzer
Man verachtet nicht alle, welche Laster haben, wohl aber jeden, der keine Tugend hat.
— François de la Rochefoucauld
Wie Fackeln und Feuerwerk vor der Sonne blass und unscheinbar werden, so wird sowohl Schönheit als Geist, ja Genie, überstrahlt von der Güte des Herzens.
— Arthur Schopenhauer
Während der Tiger nicht aufhören kann, Tiger zu sein, sich nicht enttigern kann, lebt der Mensch in ständiger Gefahr, sich zu entmenschlichen.
— José Ortega y Gasset
Die Vorsehung wirkt ihre höchsten Ziele durch scheinbare Zufälle.
— John Henry Newman
Diese Welt ist eine Treppe; der eine steigt hinauf, der andere steigt hernieder.
— Katharina von Siena
Es gibt keinen Ausweg, den ein Mensch nicht beschreitet, um die tatsächliche Arbeit des Denkens zu vermeiden.
— Thomas Alva Edison
Kein Wissen scheint schwerer zu erwerben als die Erkenntnis, wann man aufhören muss.
— Jonathan Swift
Das ist die beste Kritik von der Welt: wenn einer neben das, was ihm missfällt, etwas anderes besseres stellt.
— Friedrich Rückert
Ich muss eine erstaunliche Menge Geist haben; manchmal brauche ich eine Woche, um mich zu entscheiden.
— Mark Twain
Du hast in dir den Himmel und die Erde.
— Hildegard von Bingen
Der Körper ist an keiner Stelle ohne Seele, weil sie mit ihrer eigenen Wärme den ganzen Körper durchströmt.
— Hildegard von Bingen
Es gibt nichts Beständigeres als die Unbeständigkeit.
— H. J. Christoph von Grimmelshausen
Der einzelne kann sich vervollkommnen. Aber die Menschheit als ganzes wird weder besser noch schlechter.
— Denis Diderot
Verbrecher werden immer von Verbrechern eingesperrt.
— Donatien A. F. Marquis de Sade
In bescheidenen Verhältnissen ist es leicht, Gleichheit walten zu lassen.
— Tacitus
Ich besitze nicht, damit ich nicht besessen werde.
— Antisthenes
Die Furcht schützt die Tempel besser als alle Mauern.
— Gustave Flaubert