Sprüche über das Leben
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Wer wagt, durch das Reich der Träume zu schreiten, gelangt zur Wahrheit.
— E.T.A. Hoffmann
Wenn ganz ohne Sorgen die Tage verschweben, das ist ein hohles, ein halbes Leben, doch glücklich ist der begnadete Mann, der seine Sorgen sich wählen kann.
— Oscar Blumenthal
Wer sich gezwungen sieht, mit den Wölfen zu heulen, mag sich in reiner Notwehr befinden. Aber ist das ein Grund, hinterher mit den Schafen zu blöken?
— Gottfried Keller
Was hilft Gesetz, was helfen Strafen, wenn Obrigkeit und Fürsten schlafen.
— Magnus Gottfried Lichtwer
Mancher meint er kenne jedermann, der sich doch selbst nicht kennen kann.
— Albrecht Dürer
Wer die Vergangenheit liebt, liebt eigentlich das Leben.
— Jean Paul
Niemand vermutet, wie viel von seiner Ehrlichkeit er den Gesetzen zu verdanken hat.
— Emanuel Wertheimer
Jedem Genusse folgt sein Schatten, die Unlust.
— Nikolai Michailowitsch Karamsin
Der Mensch ist dazu bestimmt, den Sturz seiner Götter zu überleben.
— David Herbert Lawrence
Denn es liegt, so wie wir beschaffen sind, nicht in unserer Macht, die Schranken zu durchbrechen, welche uns von der Erkenntnis der Welt trennen.
— Helene von Druskowitz
Wie könnte die Macht der Presse bestehen, wenn wir sie einfach ignorierten? Und wie wenig Anstrengung hätte uns das zu kosten!
— Richard Wagner
Stimmung ist Schweigen in Gefühlen, die man nicht hat
— Oscar Wilde
Ich bin nicht mehr jung genug, um alles zu wissen.
— Oscar Wilde
Die Herrlichkeit der Welt ist immer adäquat der Herrlichkeit des Geistes, der sie betrachtet. Der Gute findet hier sein Paradies, der Schlechte geniesst schon hier seine Hölle.
— Christian Johann Heinrich Heine
Die Wahrheit triumphiert nie, ihre Gegner sterben nur aus.
— Max Planck
Was ist Reue ? Eine grosse Trauer darüber, dass wir sind, wie wir sind.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Der gesunde Verstand sagt uns, dass die Dinge der Erde nur sehr wenig Realität besitzen und dass es wahre Wirklichkeit nur in den Träumen gibt.
— Charles Baudelaire
Heutzutage hat jeder vor sich selbst Angst.
— Oscar Wilde
Aller Laster Anfang ist die Langeweile.
— Sören Kierkegaard
Was nennen die Menschen am liebsten dumm? Das Gescheite, das sie nicht verstehen.
— Marie von Ebner-Eschenbach