Sprüche über das Leben
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Fortwährendem Entbehren folgt Stumpfheit ebenso wie übermässigem Genuss.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Die einzige Möglichkeit eine Versuchung loszuwerden, ist ihr nachzugeben.
— Oscar Wilde
Und wenn der Mensch noch so gerne immer in das Fernste schweifen möchte; er wird doch immer wieder mit der Nase auf das Nächstliegende gestoßen.
— Wilhelm Raabe
Der Süden ist immer da, wo man noch nicht hingekommen ist.
— Carl Spitteler
Nicht alle lebendigen Dinge sind leicht zu begreifen.
— Fjodor M. Dostojewski
Wer sich selbst beherrschen kann, beherrscht andere.
— William Hazlitt
Es gibt viele Dinge, die nicht vernünftig und doch ganz natürlich sind.
— George Bernard Shaw
Auf dem Herzen steht, wie auf gewissen Medizinen: Vor Gebrauch schütteln.
— Rainer Maria Rilke
Wahrscheinlich sieht sich jede Generation beauftragt, die Welt neu zu erfinden. Meine Generation aber weiß, dass sie die Welt nicht neu erschaffen kann. Unsere Aufgabe ist größer: die Welt davon abzub …
— Albert Camus
Ich müßte eine Hölle haben für meinen Zorn, eine Hölle für meinen Stolz – und die Hölle der Zärtlichkeit. Ein Konzert von Höllen.
— Arthur Rimbaud
Jugend bedeutet den Sieg der Abenteuerlust über den Hang zur Bequemlichkeit, den Sieg des Mutes über die Mutlosigkeit.
— Perikles
Das Leben ist seinem inneren Wesen nach ein ständiger Schiffbruch.
— José Ortega y Gasset
Nichts ist so fürchterlich als die Macht der Dummheit in den Klugen.
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Nichts schmeichelt mehr unserm Stolz als das Vertrauen der Großen, weil wir es für eine Wirkung unseres Verdienstes halten. Wir vergessen, dass es sehr oft aus Eitelkeit oder aus dem Unvermögen entspr …
— François de la Rochefoucauld
Abhängigkeit ist das Los der Frauen; Macht ist, wo die Bärte sind.
— Jean-Baptiste Molière
Wir haben viele Sündenböcke, aber der populärste ist die Vorsehung.
— Mark Twain
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern hauptsächlich von Schlagworten.
— Robert Louis Stevenson
Jede Zeit hat ihre Wehen.
— Hermann Ferdinand Freiligrath
Leichter trägt, was er trägt, wer Geduld zur Bürde legt
— Friedrich von Logau
Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel.
— Friedrich Nietzsche