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Sprüche über das Leben

3293 Sprüche — Seite 122

  1. Ist uns das Leben nicht gegeben, damit wir reicher werden im Geist, auch wenn die äußere Erscheinung leiden muss?

    Vincent van Gogh

  2. Der Zweck des Erdenlebens der Menschheit ist der, dass sie in demselben alle ihre Verhältnisse mit Freiheit nach der Vernunft einrichten.

    Johann Gottlieb Fichte

  3. Die Welt verstehen nenne ich der Welt gewachsen sein.

    Oswald Spengler

  4. Es liegt tief in der Natur des Menschen, dass er alles essen will, was er liebt.

    Oswald Spengler

  5. Jetzt schon sei im starken Gemüte des Alters Kraft, dass sie dir erhalte die Jugend, damit später die Jugend dich schütze gegen des Alters Schwäche.

    Friedrich Schleiermacher

  6. Der Mensch, der gleicht dem Aprilwetter, welches bald schön, bald wild, bald warm, bald kalt, bald trocken, bald naß, bald Sonne, bald Regen, bald Riesel, bald Schnee, bald Blumen, bald Klee.

    Abraham a Sancta Clara

  7. Älter werde ich stets, niemals doch lerne ich aus.

    Solon

  8. Die Schönheit ist Lebensnahrung der Seele.

    Bettina von Arnim

  9. Tiefe Seelen brauchen keinen Weltraum, Welteroberer brauchen keine Seelentiefe.

    Oswald Spengler

  10. Der Seele Grenzen kannst du nicht finden, auch wenn du gehst und jede Strasse abwanderst; so tief ist ihr Sinn.

    Heraklit von Ephesos

  11. Der Körper kann eine grössere Last tragen, wenn man ihn strafft; mit der Seele ist es genauso.

    Michel de Montaigne

  12. Die Welt ist wahrhaft zu ernsthaft, um damit zu spaßen.

    Achim von Arnim

  13. Jeder Mensch wird als Zwilling geboren – als der, der er ist und als der, für den er sich hält.

    Martin Kessel

  14. Was der Mensch fliehen will, das bringt er mit an den Ort, an den er flieht

    Carl Friedrich Paul Ernst

  15. Was unerreichbar ist, das rührt uns nicht! Doch was erreichbar, sei uns goldne Pflicht.

    Gottfried Keller

  16. Etwas wagen muß das Herz und früh auf sein, wenn es leben will.

    Gottfried Keller

  17. Wo ein Begeisterter steht, ist der Gipfel der Welt.

    Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

  18. Wer bist du, Mensch? Ein Garten voller Disteln. Is nit gnug das. Eine Rose voller Dornen. Is noch nit gnug. Ein Himmel voller Finsternis.

    Abraham a Sancta Clara

  19. Die Welt verstehen heißt für einen Menschen: Sie auf das Menschliche zurückführen, ihr ein menschliches Siegel aufdrücken.

    Albert Camus

  20. Nicht die Sittlichkeit regiert die Welt, sondern eine verhärtete Form derselben: Die Sitte.

    Berthold Auerbach