Sprüche über das Leben
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Ist uns das Leben nicht gegeben, damit wir reicher werden im Geist, auch wenn die äußere Erscheinung leiden muss?
— Vincent van Gogh
Der Zweck des Erdenlebens der Menschheit ist der, dass sie in demselben alle ihre Verhältnisse mit Freiheit nach der Vernunft einrichten.
— Johann Gottlieb Fichte
Die Welt verstehen nenne ich der Welt gewachsen sein.
— Oswald Spengler
Es liegt tief in der Natur des Menschen, dass er alles essen will, was er liebt.
— Oswald Spengler
Jetzt schon sei im starken Gemüte des Alters Kraft, dass sie dir erhalte die Jugend, damit später die Jugend dich schütze gegen des Alters Schwäche.
— Friedrich Schleiermacher
Der Mensch, der gleicht dem Aprilwetter, welches bald schön, bald wild, bald warm, bald kalt, bald trocken, bald naß, bald Sonne, bald Regen, bald Riesel, bald Schnee, bald Blumen, bald Klee.
— Abraham a Sancta Clara
Älter werde ich stets, niemals doch lerne ich aus.
— Solon
Die Schönheit ist Lebensnahrung der Seele.
— Bettina von Arnim
Tiefe Seelen brauchen keinen Weltraum, Welteroberer brauchen keine Seelentiefe.
— Oswald Spengler
Der Seele Grenzen kannst du nicht finden, auch wenn du gehst und jede Strasse abwanderst; so tief ist ihr Sinn.
— Heraklit von Ephesos
Der Körper kann eine grössere Last tragen, wenn man ihn strafft; mit der Seele ist es genauso.
— Michel de Montaigne
Die Welt ist wahrhaft zu ernsthaft, um damit zu spaßen.
— Achim von Arnim
Jeder Mensch wird als Zwilling geboren – als der, der er ist und als der, für den er sich hält.
— Martin Kessel
Was der Mensch fliehen will, das bringt er mit an den Ort, an den er flieht
— Carl Friedrich Paul Ernst
Was unerreichbar ist, das rührt uns nicht! Doch was erreichbar, sei uns goldne Pflicht.
— Gottfried Keller
Etwas wagen muß das Herz und früh auf sein, wenn es leben will.
— Gottfried Keller
Wo ein Begeisterter steht, ist der Gipfel der Welt.
— Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff
Wer bist du, Mensch? Ein Garten voller Disteln. Is nit gnug das. Eine Rose voller Dornen. Is noch nit gnug. Ein Himmel voller Finsternis.
— Abraham a Sancta Clara
Die Welt verstehen heißt für einen Menschen: Sie auf das Menschliche zurückführen, ihr ein menschliches Siegel aufdrücken.
— Albert Camus
Nicht die Sittlichkeit regiert die Welt, sondern eine verhärtete Form derselben: Die Sitte.
— Berthold Auerbach