Sprüche über das Leben
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Nichts ist verloren, wo der Same des Guten bleibt
— Johann Georg Adam Forster
Wohin ich auch zu gehen gedenke, so muss ich doch erst immer einen Schlagbaum der Gewohnheit frei machen, so sorgfältig hat sie alle unsere Straßen verrammelt.
— Michel de Montaigne
Eine Seele ohne Zwang ist auch ohne Laster.
— Peter Hille
Die Zukunft beunruhigt uns - die Vergangenheit hält uns fest. Deshalb entgeht uns die Gegenwart.
— Gustave Flaubert
Ein gut beschriebenes Leben ist fast so selten wie ein gut gelebtes.
— Thomas Carlyle
Argumente nützen gegen Vorurteile so wenig wie Schokoladenplätzchen gegen Stuhlverstopfung.
— Max Pallenberg
Dilettant heißt der kuriose Mann, der findet sein Vergnügen dran, etwas zu machen, was er nicht kann.
— Paul Johann Ludwig von Heyse
Ideale sollten nach einer Umformung der Wirklichkeit trachten - nichts Geringeres sollte ihr Ziel sein.
— William James
Die Welt ist eine kindische Dame, die selbst für ihre lächerlichen Vorurteile eine Art Verehrung fordert.
— Johann Nepomuk Nestroy
Der Ruf zeigt das Urteil der Umwelt, das Gewissen das Urteil Gottes an.
— Sully Prudhomme
Das Geheimnis, zu gefallen, besteht darin, kein solches Geheimnis zu haben.
— Sully Prudhomme
Der Glaube versetzt Berge, der Zweifel erklettert sie.
— Friedrich Georg Jünger
Kain und Abel bilden so ziemlich den ganzen Inhalt der Weltgeschichte
— Emanuel Wertheimer
Der Fanatismus ist verderblicher als der Atheismus.
— Pierre Bayle
Ein siebenmal verschlossener Schrank imponiert der Menge immer. Wenn er auch gänzlich leer ist. Das wissen die Schlauen unter den Dummen und hüllen sich in Schweigen.
— Franz Edler von Pernwald Schönthan
Es gibt auch seelisch Farbenblinde, denen just für Hoffnungsgrün und Freudenrot das Auge fehlt.
— Franz Edler von Pernwald Schönthan
Ein jeder Kelch verschäumt, das Schönste welkt, und nichts auf Erden währt.
— Rupert Johann Hammerling
Auf alle wartet ein und dieselbe Nacht.
— Horaz
Das Wesentliche befindet sich unter einem Berg täglichen Kleinkrams.
— Else Pannek
Das Bemühen zu leben währt lebenslänglich.
— Else Pannek