Sprüche über das Leben
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In jedem starken menschlichen Gefühl ist sein Gegenteil enthalten. Im Ausbruch der Verzweiflung verkündet sich der Trost, im Jubel lauert die Verzweiflung.
— Walter Rathenau
Der Spott endet, wo das Verständnis beginnt
— Marie von Ebner-Eschenbach
Freiheitsliebe ist Nächstenliebe, Machtliebe ist Eigenliebe.
— William Hazlitt
Schmerz und Freude liegt in einer Schale; ihre Mischung ist der Menschen Los.
— Johann Gottfried Seume
Nie drohe man zuerst mit der Faust und dann mit dem Finger.
— Franklin D. Roosevelt
Man muss den Punkt kennen, bis zu dem man zurückweichen kann.
— Friedrich Georg Jünger
Am Ende des längsten Lebens sind wir immer noch Anfänger.
— John Henry Newman
Der Sarg, das sind die Bretter, welche die andere Welt bedeuten.
— Daniel Spitzer
Im Wachstum des Lebens hat jede Stufe ihre Vollendung: die Blüte sowohl als die Frucht.
— Rabindranath Tagore
Lügen ist nur dann ein Laster, wenn es Böses stiftet, dagegen eine sehr große Tugend, wenn dadurch Gutes bewirkt wird.
— Voltaire
Alles, was das Leben ist, sind die Träume nach Rache.
— Paul Gauguin
Die Geburt ist offenbar ein Schwerverbrechen, denn sie wird mit dem Tode bestraft.
— Voltaire
Wahlen sind manchmal die Rache des Bürgers. Der Stimmzettel ist ein Dolch aus Papier
— David Lloyd George
Das, worauf es ankommt, können wir nicht vorausberechnen. Die schönste Freude erlebt man immer da, wo man sie am wenigsten erwartet.
— Antoine de Saint-Exupéry
Nicht in der großen Zahl liegt das Geheimnis Freude zu entdecken. Was ein Mensch sucht, kann er in einer einzigen Rose finden.
— Antoine de Saint-Exupéry
Die Dummheit geht oft Hand in Hand mit Bosheit.
— Christian Johann Heinrich Heine
Alles Flexible und Fließende neigt zu Wachstum. Alles Erstarrte und Blockierte verkümmert.
— Oscar Wilde
Sich selbst zu überraschen ist, was das Leben lebenswert macht.
— Oscar Wilde
Die Bäume, die Blumen, die Kräuter, sie wachsen in der Stille. Die Sterne, die Sonne, der Mond, sie bewegen sich in der Stille. Die Stille gibt uns eine neue Sicht der Dinge.
— Mutter Theresa
Die wahre Heimat ist eigentlich die Sprache. Sie bestimmt die Sehnsucht danach, und die Entfremdung vom Heimischen geht immer durch die Sprache am schnellsten und leichtesten, wenn auch am leisest …
— Wilhelm von Humboldt