Sprüche zum Zusammenleben
2175 Sprüche — Seite 93
Zwei Wurzeln aller Tugend muss ich loben: Mitleid nach unten, Pietät nach oben.
— Victor Blüthgen
Sehr oft sind intellektuelle Strenge und erbarmungslose Logik nur äußere Formen einer tiefen, unaufgeklärten Bosheit.
— Stanislaw Brzozowski
Die Liebe zwischen Brüdern ist eine starke Stütze im Leben
— Vincent van Gogh
Dem Menschen ist ein Mensch noch immer lieber als ein Engel
— Gotthold Ephraim Lessing
Höfling muss mit krummem Rücken sich noch immer tiefer bücken
— Jacques Offenbach
Keines Menschen Mund spricht anders, als ihm sein Herz eingibt
— Hartmann von Aue
Könige krönen ist leicht, doch Könige zügeln ist schwierig
— Solon
Manch einer macht die Ohren auf, wenn er es aber nicht mit dem Herzen aufnimmt, dann hat er nichts als leeren Schall.
— Hartmann von Aue
Manches gestehen bedeutet meist einen hinterhältigeren Betrug als alles zu verschweigen
— Arthur Schnitzler
Mut ist nur daran zu messen, wen man und wen man nicht auf seiner Seite hat.
— Ludwig Marcuse
Niemand ist aus Bigotterie gut, denn dies verleitet ebenso leicht zur Härte. Aber das gute Herz wählt sich diesen Schleier, um ungesehen zu handeln.
— Sophie Mereau
Nur ein Frieden zwischen Gleichen ist von Dauer
— Woodrow Wilson
Rache ist keine Zierde für eine große Seele
— Gotthold Ephraim Lessing
Ruhm ist Vorzug, denen bekannt zu sein, die einen nicht kennen
— Nicolas Chamfort
Das echte Gespräch bedeutet: aus dem Ich heraustreten und an die Tür des Du klopfen
— Albert Camus
Es gibt so viele Leute auf der Welt und so wenig Menschen.
— Alfons Petzold
Der Begriff Herz ist im Leben schlecht angesehen, indem man darunter das Weiche, Weibische, Sentimentale versteht und nicht das durch den Verstand richtig geleitete Gefühl.
— Ida Hahn - Hahn
Verständnis ist nichts anderes als die durch die Sprache verursachte Wahrnehmung.
— Thomas Hobbes
Eine spitze Zunge ist das einzige Schneidewerkzeug, das durch ständigen Gebrauch schärfer wird.
— Washington Irving
Ein von Eifer entflammter Mensch reicht hin, ein ganzes Volk aufzurichten.
— Johannes Chrysostomos