Sprüche zum Zusammenleben
2175 Sprüche — Seite 102
Die Wahrheit ist oft zu einfach, um Glauben zu finden.
— Fanny Lewald
Die Meinung, die uns umgibt, das Urteil, welches man über den Menschen fällt, wirken unmerklich, aber bestimmend auf ihn ein, wie das Licht und die Luft, die er beständig sieht und atmet.
— Fanny Lewald
Wer die Liebe nicht versteht, begreift weder den Hass noch den Zorn.
— Fanny Lewald
Bei lebhaften Menschen und Völkern sind Ruhe und Schweigen das sicherste Zeichen der Reife.
— Fanny Lewald
Das Gefühl des Rechts macht groß, edel, frei, nachsichtig – Rechte haben macht egoistisch, misstrauisch und unduldsam. Dies zeigt sich in allen staatlichen und privaten Verhältnissen, in der Familie, …
— Fanny Lewald
Wenn die Leute sich nur halb so viel Rechenschaft über ihr eigenes Leben geben wollten, als über das Leben der anderen, so würden sie sich des Ratgebens meist enthalten.
— Fanny Lewald
Wer ohne üblen Willen die Fehler und Irrtümer seiner Nebenmenschen beobachtet, lernt dabei, wenn er will, seine eigenen Fehler und Irrtümer erkennen; er hat dann die Pflicht, ernst an ihre Überwindung …
— Fanny Lewald
Es ist nicht jeder Mensch geboren, frei zu sein, denn es gibt Personen, die vortrefflich sind, wenn sie dienen und gehorchen müssen und unbrauchbar, wie sie in freier Selbstbestimmung handeln sollen …
— Fanny Lewald
Wem man das Gefühl seiner Verantwortlichkeit nimmt, dem nimmt man das Gefühl seiner Bedeutung.
— Fanny Lewald
Es ist sehr leicht, die Menschen zu behandeln, wenn man sie nicht achtet.
— Fanny Lewald
Zu sagen, was man nicht denkt, ist immer Unrecht; alles zu sagen, was man denkt, ist meist töricht.
— Fanny Lewald
Unsere Entsagung macht uns fast immer unglücklich, und den nicht glücklich, dem das Opfer gebracht wird. Entsagte man nicht, so käme am Ende nicht zwei Leiden, sondern ein Glück und ein Unglück zust …
— Fanny Lewald
Mitleiden ist den trägen und geschäftigen Egoisten eine so angenehme Sache, weil es eine passive Tätigkeit, ein beschäftigter Müßiggang ist.
— Fanny Lewald
Nicht die Jugend bedarf bei ihrem Schaffen der Ermunterung, sondern das Alter.
— Fanny Lewald
Verachten, wo man geliebt hat, tief und innig geliebt hat! – Gott sei gnädig und bewahre jedes Menschenherz vor solchem Jammer!
— Sophie Alberti
Nichts will so zart, so unausgesetzt gepflegt sein, als die Blume des Besitzes. Wenige bedenken das und lassen daher ihr Schönstes verkommen. Eine verwelkte Liebe, ein verstorbenes Vertrauen blüht nim …
— Henriette Wilhelmine Hanke
Einen Glauben kann man verlieren und wieder finden. Der Verlust der Glaubwürdigkeit ist endgültig.
— Henriette Wilhelmine Hanke
Den Aufbau von Macht ermöglichen meist diejenigen, die nachher ihre Opfer werden.
— Henriette Wilhelmine Hanke
Erzwingen heißt durchsetzen, was nicht zwingend ist.
— Henriette Wilhelmine Hanke
Die Harmonie ist die Einheit der Gegensätze
— Simone Weil