Sprüche zum Zusammenleben
2175 Sprüche — Seite 76
Nur insofern der Mensch mit sich selbst eine glückliche Ehe führt und eine schöne Familie ausmacht, ist er überhaupt ehe- und familienfähig.
— Novalis
Wer glaubt, auf andere nicht mehr angewiesen zu sein, wird unerträglich.
— Marquis de Vauvenargues
Die Jugend ist stark, trotzig, rachsüchtig. Zum Teil beruht das auf ihrer Unschuld. Weil sie selbst noch nichts drückt an ernster Schuld, haben sie für die Schuld anderer kein Verständnis.
— Paul Keller
Der Brief ist und bleibt ein unvergleichliches Mittel, auf ein junges Mädchen Eindruck zu machen; der tote Buchstabe wirkt oft stärker als das lebendige Wort.
— Sören Kierkegaard
Wer mich tadelt, gibt zu erkennen, dass etwas Gutes in mir sei.
— Friedrich von Logau
Immer wird uns das Vertrauen eines der größten und beglückensten Geschenke menschlichen Zusammenlebens bleiben.
— Dietrich Bonhoeffer
Wir sind geboren, um gemeinsam zu leben, und unsere Gesellschaft ähnelt einem Gewölbe, in dem Steine einander am Fallen hindern.
— Seneca
Ein jeder kehre vor seiner Tür, und rein ist jedes Stadtquartier.
— Johann Wolfgang von Goethe
Wer der Gerechtigkeit folgen will durch dick und dünn, muß lange Stiefel haben.
— Wilhelm Busch
Die verstehen sehr wenig, die nur das verstehen, was sich erklären lässt
— Marie von Ebner-Eschenbach
Ein guter Gedanke macht froh, erst recht eine gute Tat
— Peter Rosegger
Das Alter hat zwei große Vorteile: Die Zähne tun nicht mehr weh, und man hört nicht mehr all das dumme Zeug, das ringsum gesagt wird.
— George Bernard Shaw
Der Schmeichler ist ein Mensch, der seiner Meinung nach deine Fähigkeiten außerordentlich übertreibt, so dass sie näher an deine eigene Vorstellung von ihnen herankommen.
— Oscar Wilde
Für Heuchelei gibt's Geld genug. Wahrheit geht betteln.
— Martin Luther
Das Rationale am Menschen sind seine Einsichten; das Irrationale, dass er nicht danach handelt
— Friedrich Dürrenmatt
Es gibt ein altes Sprichwort: Ein Ermüdeter sucht Streit. Dasselbe gilt vom Hungrigen und Durstigen und überhaupt von jedem Menschen, den etwas quält.
— Seneca
Alles wird man dir verzeihen, aber man ist unerbittlich gegen das Genie.
— Christian Johann Heinrich Heine
Nur die wertvollen Menschen bleiben bei ihresgleichen in guter Stimmung.
— Charles-Louis de Montesquieu
Man kann vieles unbewusst wissen, indem man es nur fühlt, aber nicht weiß.
— Fjodor M. Dostojewski
Der Mensch ist von einer Kompliziertheit, die nur Individualitäten zuläßt.
— Friedrich Dürrenmatt