Sprüche zum Zusammenleben
2175 Sprüche — Seite 108
Die Trägheit des Herzens spiegelt sich in den Unterlassungen
— Jakob Wassermann
Schwärmer hören nur sich selbst
— Jakob Wassermann
Seinen Schmerz offen gegen andere aussprechen, ist ein Beweis, dass derselbe nicht tief ist.
— Emil Palleske
Wer nicht imstande ist, Unrecht zu tun, muss sich daran gewöhnen, es zu erleiden.
— Luigi Pirandello
Der Edle hat Angst um andere, der Gemeine um sich selber.
— Carl Friedrich Paul Ernst
Milde erreicht mehr als Heftigkeit
— August Lafontaine
Der Stärkere hat allezeit die besseren Gründe.
— August Lafontaine
Der Mensch ist kalt wie Eis gegenüber den Wahrheiten; er ist aber Feuer gegenüber den Lügen.
— August Lafontaine
In neun von zehn Fällen erfährt man von den Unzulänglichkeiten anderer erstmals aus ihren Entschuldigungen.
— Oliver Wendell Holmes
Ich hege keine Achtung für die Leidenschaft der Gleichheit, die mir nur eine Idealisierung des Neides erscheint.
— Oliver Wendell Holmes
Der einzige Ort, an dem man Frieden, Gesundheit, Reichtum und Glück stets findet, ist das Lexikon.
— Friedrich Wilhelm Kaulisch
Unannehmlichkeiten von rohen Menschen sollte man abschütteln wie Schneeflocken. Höchstens darf eine leise auf uns vergehen und ein Tropfen Wasser werden, eine stille Träne.
— Friedrich Wilhelm Kaulisch
Haben wir jedoch die Selbstsucht aufgegeben, so bleibt in uns einzig die Liebe zum Gemeinwesen zurück.
— Tommaso Campanella
Wenn Gott dir Witz gibt, so trage ihn wie dein Schwert in der Scheide und blitze nicht damit zum Schrecken der Gesellschaft umher.
— Joachim Heinrich Campe
Hinderst du die anderen daran zu reden, nennt man das Redegewandtheit.
— Alfred Capus
Wieviel Verantwortung laden wir uns auf, wenn wir aus Feigheit oder Faulheit schweigen, da, wo wir mit einem ruhigen offenen Wort irrenden Menschenkindern eine ernste Hilfe hätten erweisen können!
— Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke
Mehr als durch gesprochene Worte kann man durch ungesprochene Worte Schuld auf sich laden.
— Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke
Alle Buckligen verachten jeden ohne Buckel; alle krummen Nasen rümpfen sich verächtlich, wenn sie einer geraden begegnen.
— Alphonse Daudet
Der Hass ist der Zorn der Schwachen.
— Alphonse Daudet
Trennen ist ein Sterben, Schlägt die Welt in Scherben.
— Max Dauthendey