Sprüche zum Zusammenleben
2175 Sprüche — Seite 68
Wenn die Spartaner wie wir zwei Westentaschen, zwei Hosentaschen, drei Fracktaschen und fünf Oberrücktaschen gehabt hätten, sie hätten auch mehr gestohlen.
— Gottlieb Moritz Saphir
Überall, wo Gewalt statt Rechts galt, ward die Gewalt niemals recht alt.
— Daniel Sanders
Heirat, das heißt: Nachtigallen zu Hausvögeln machen.
— Christian Dietrich Grabbe
Alt zu werden unter jugendlichen Völkern, scheint mir eine Lust, doch alt zu werden da, wo alles alt ist, scheint mir schlimmer denn alles.
— Johann Christian Friedrich Hölderlin
Um andre leichter zu ertragen, mußt du dir sagen, dass du selbst nicht zu jeder Frist andern leicht zu ertragen bist.
— Friedrich Rückert
Wenn zwei sich streiten, ist der, der dem Zornigen nicht widerspricht, der Weise
— Euripides
Es ist schwierig, zu beurteilen, ob ein aufrichtiges und ehrliches Benehmen das Ergebnis der Anständigkeit oder der Berechnung ist.
— François de la Rochefoucauld
Je verdorbener ein Zeitalter, desto mehr Verachtung der Weiber.
— Jean Paul
Man nehme sich vor allen Personen in Acht, welche das bittere Gefühl des Fischers haben, der nach mühevollem Tagewerk am Abend mit leeren Netzen heimfährt.
— Friedrich Nietzsche
Sachkenntnis ist das letzte, das man für eine lebhafte Diskussion benötigt.
— Pierre Augustin Baron de Beaumarchais
Ergebenheit ist in einem gewissen Grade mit Zuneigung verwandt, obschon sie, hauptsächlich aus Ehrfurcht bestehend, häufig mit Furcht verbunden ist.
— Charles Robert Darwin
Wer den Standpunkt des anderen nicht kennt, kann leicht an ihm vorbeireden.
— Wilhelm Hasenclever
Hektik und Lärm lassen die innere Stimme nicht zu Wort kommen.
— Else Pannek
Wir sind alle im Grunde neidisch, aber indem wir unseren Neid bezwingen, bessern wir uns.
— James Boswell
Gott sei dank, dass der Spaß nicht totzukriegen ist auf dieser so sehr mürrischen Welt!
— Wilhelm Raabe
Frieden ist die schönste Form von Glück.
— William Ellery Channing
Die nicht einsam sein können, sind immer gelangweilt und folglich langweilig.
— Charles Joseph Fürst von Ligne
Verachtung ist das Gefühl eines vorsichtigen Mannes für einen Feind, der zu mächtig ist, um ihn gefahrlos zu bekämpfen.
— Ambrose Bierce
Wenn Leute zusammenkommen und ihr Übelwollen und ihre Missgunst über andere ausgießen, fällt alles Schädliche in zehnfacher Kraft auf sie selbst zurück.
— Prentice Mulford
Wer in der Einsamkeit noch geistig mit seinen Widersachern weiterkämpft, gibt sich überflüssig aus.
— Prentice Mulford