Sprüche zum Zusammenleben
2175 Sprüche — Seite 105
Wärme und Kälte unserer Welt, ihr Licht und ihre Dunkelheit gehen von unseren Herzen aus. Sie selbst liegt draussen in ihrem unveränderlichen Wert, in ihrem ewigen Treiben und ihrer ewigen Gleichgülti …
— August Pauly
Wir können nicht leben ohne Menschen und leben nie mehr, als wenn kein Mensch um uns ist.
— August Pauly
Der Eitle empfindet jedes einem andern gespendete Lob als eine Verkürzung der ihm gebührenden Ration.
— August Pauly
Was ist es doch Schönes und Heiliges um das Recht und wie schmutzig und verworren sind die Wege zu ihm!
— August Pauly
Es ist mir manchmal ein Mensch, den ich vergeblich eine Wahrheit zu eröffnen suchte, vorgekommen, wie ein Mann, dem ich auf den Gaul helfen wollte, der aber immer wieder drüben herunter fiel.
— August Pauly
Kein Mensch, auch nicht der allerverkommenste, verträgt es, unwert geachtet zu werden. Wenn ihn alle Welt verachtet, sucht er nach seinesgleichen, bei denen seine Taten etwas gelten.
— August Pauly
Wenn wir viel sagen wollen, nehmen wir wenig Worte, wenn alles – gar keine.
— August Pauly
Äusserlicher Adel braucht Gesellschaft, um etwas vorzustellen, innerer braucht Einsamkeit.
— August Pauly
"Nein" hat einen kalten Atem.
— August Pauly
Sage zu dem Eitlen, er solle sich selbst erkennen und flugs schaut er in den Spiegel.
— August Pauly
Vieles verstehen gleichgesinnte Menschen still, aber herrlicher ist es noch, wenn ein mit Empfindung schwer beladenes Wort des einen Seele dem andern zuträgt.
— August Pauly
Es gibt eine Sorte von Ignoranten, welche einem das Übergewicht der Unwissenheit fühlen lassen.
— August Pauly
Freundlichkeit ist das Öl der Streber, mit dem sie sich salben, um leichter durch die Menge nach oben zu schlüpfen.
— August Pauly
Wie wäre es möglich, dass einer, der den Blick auf das Universum gerichtet hat, noch den kleinen Unterschied zwischen einem Bettler und einem König wahrnehmen könnte?
— August Pauly
Es ist eine ärgerliche Sorte von Köpfen, welche widersprechen, ehe sie begriffen haben.
— August Pauly
Wenn die Vernunft irgendeinmal am Seile zieht, so hängen sich sofort hunderttausend Narren ans andere Ende, sich dagegen zu stemmen.
— August Pauly
Überall, wo Autoritäten herrschen, gibt es verbotene Wege, und auf einem dieser Wege liegt gewöhnlich die nächste große Wahrheit.
— August Pauly
Unwissenheit erleichtert das Urteilen.
— August Pauly
Der Neid ist eine Geißel, deren Opfer im Stillen leiden, er ist ein nagender Wurm an dem Lebensfrieden und an der Tugend des Menschen, welcher ihm Aufnahme gewährte.
— Albertine Necker-Saussure
Es gibt Menschen, deren Gegenwart wir wie eine geistige Zwangsjacke ertragen.
— Theresa Keiter