Sprüche zum Zusammenleben
2175 Sprüche — Seite 51
An alle Begierden soll man die Frage stellen: "Was wird mir geschehen, wenn erfüllt wird, was die Begierde sucht? Und was, wenn die Begierde nicht erfüllt wird?"
— Epikur
Die Menschen reisen in fremde Länder und staunen über die Höhe der Berge, die Gewalt der Meereswellen, die Länge der Flüsse, die Weite des Ozeans, das Wandern der Sterne; aber sie gehen ohne Staunen …
— Augustinus
Hoffen heißt: die Möglichkeit des Guten erwarten.
— Sören Kierkegaard
Lebensklugheit bedeutet: alle Dinge möglichst wichtig, aber keines völlig ernst zu nehmen.
— Arthur Schnitzler
Der Mensch kann sich an vieles gewöhnen, bloß an das nicht, was er haben kann.
— Julian Scharnau
Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt. Der andere packt sie kräftig an - und handelt.
— Dante Alighieri
Sind wir normale Menschen, verhalten wir uns zu allen gleich, dann braucht man keine künstlich geschaffene Solidarität.
— Anton Tschechow
Es entmutigt oft den wärmsten Menschenfreund, dass er so vielen Hilfsbedürftigen begegnet, denen nicht zu helfen ist.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Leih jedem dein Ohr, doch wenigen deine Stimme
— William Shakespeare
Jeder Verbrecher sträubt sich, seine Verbrechen einzugestehen. So auch die Gesellschaft.
— Christian Friedrich Hebbel
An das Gewissen zu appellieren, geniert den, der es tut, beinahe mehr als den, der gemeint ist.
— Emil Gött
Kein Mensch hat Geist genug, um niemals langweilig zu sein
— Marquis de Vauvenargues
Es ist eine Eigentümlichkeit des menschlichen Charakters, dass man die, die man beleidigt hat, auch noch hasst.
— Tacitus
Die meisten Menschen haben überhaupt gar keine Meinung, viel weniger eine eigene, viel weniger eine geprüfte, viel weniger vernünftige Grundsätze.
— Johann Gottfried Seume
Freundlichkeit gegen jedermann ist die erste Lebensregel, die uns manchen Kummer ersparen kann; du kannst selbst gegen die, welche dir nicht gefallen, verbindlich und höflich sein, ohne falsch und …
— Helmuth James Graf von Moltke
Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben.
— George Bernard Shaw
Die Einsamkeit macht uns härter gegen uns und sehnsüchtiger gegen die Menschen, in beidem verbessert sie den Charakter
— Friedrich Nietzsche
Wie sprechen die Menschen mit Menschen? Aneinander vorbei
— Kurt Tucholsky
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten!
— Oscar Wilde
Die größte Nachsicht mit einem Menschen entspringt aus der Verzweiflung an ihm.
— Marie von Ebner-Eschenbach