Sprüche zum Zusammenleben
2175 Sprüche — Seite 30
Die Halunken suchen immer Deckung hinter den guten Manieren ihrer Gegner.
— Otto Ernst
Wir lieben die uns Wohlwollenden, aber wir achten mehr die, die es wagen, uns ehrlich anzugreifen. So hoch ist unsere Meinung von uns selbst.
— Carl Ludwig Schleich
Wenn zwei Kleinliche sich paaren, mög' die andern Gott bewahren. Knausern beide im Verein, wird es unerträglich sein.
— Otto Julius Bierbaum
Beredsamkeit ist die Kunst, die Dinge so auszudrücken, dass die, zu denen wir sprechen, mit Vergnügen zuhören.
— Blaise Pascal
Keinen verderben zu lassen, auch nicht sich selber, jeden mit Glück erfüllen, auch sich. Das ist gut.
— Bertolt Brecht
Gewisse Ehen halten nur in der Weise zusammen wie ineinander verbissene Tiere
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Die Menge ist groß, aber der Menschen sind wenige.
— Diogenes von Apollonia
Fürchte nicht Feinde, die angreifen, sondern Freunde, die schmeicheln
— Lord Byron
Eine Diskussion ist unmöglich mit jemandem, der vorgibt, die Wahrheit nicht zu suchen, sondern schon zu besitzen.
— Romain Rolland
Wer die Opfer nicht schreien hören, nicht zucken sehen kann, dem es aber, sobald er außer Seh- und Hörweite ist, gleichgültig ist, dass es schreit und zuckt - der hat wohl Nerven, aber - Herz hat er n …
— Bertha Freifrau von Suttner
Ich zieh' es vor zu schweigen bei Dingen, wo mir das Verständnis fehlt.
— Sophokles
Man mag nur da guten Rat annehmen, wo er der eigenen Meinung nicht widerspricht.
— Bettina von Arnim
Wer imponiert? Nur welcher ruhig seinen Weg geht.
— Wilhelm Raabe
Ich war immer der Meinung, dass uneingeschränkte Redefreiheit auch die größte Sicherheit bedeutet. Narren muss man zum Reden auffordern, damit man sie erkennt.
— Woodrow Wilson
Mit unserem Urteil ist es wie mit unseren Uhren. Nicht zwei gehen genau gleich, und doch glaubt jeder der seinigen.
— Alexander Pope
Ich verlange nicht, dass der Kleinbürger seine Moral aufgibt, ich verlange nur, dass er mir meine lässt.
— José Ortega y Gasset
Wie wenige Menschen, auch die tapfersten, haben jemals den Mut, klar einzugestehen, ihre Anschauung von gestern sei Irrtum und Unsinn gewesen.
— Stefan Zweig
Niemand ist so uninteressant wie ein Mensch ohne Interesse.
— Thomas Browne
Wer den Mund hält, weil er unrecht hat, ist ein Weiser. Wer den Mund hält, obwohl er recht hat, ist verheiratet oder Pfeifenraucher.
— George Bernard Shaw
Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, dass man Anstoß erregt.
— Vincent van Gogh