Sprüche über Glauben
650 Sprüche — Seite 26
Der nächste Weg zu Gott ist durch der Liebe Tür, die Wissenschaft bringt dich nur langsam für
— Angelus Silesius
Traget Holz und lasset Gott kochen.
— Joseph von Radowitz
Die Predigten sind Kehrbesen, die den Unrat von acht Tagen aus den Herzen der Zuhörer herausfegen.
— Jean Paul
Alles, was geschieht, ist nur Leid und Lied. Gott spielt auf der Harfe Trost sich zu.
— Klabund
Der Buchstabe ist nicht der Geist, und die Bibel ist nicht die Religion.
— Gotthold Ephraim Lessing
Die Irreligiösen sind religiöser, als sie es selbst wissen, und die religiösen sind's weniger, als sie meinen.
— Franz Grillparzer
Wenn nur die Reue in dir nicht erlahmt, so wird Gott alles verzeihen.
— Fjodor M. Dostojewski
Nimm das Gebet aus der Welt, und es ist, als hättest du das Band der Menschheit mit Gott zerrissen, die Zunge des Kindes gegenüber dem Vater stumm gemacht.
— Gustav Theodor Fechner
Ich will aufhören, an Gott zu glauben, wenn ich sehe, dass ein Baum ein Gedicht macht und ein Hund eine Madonna malt; eher nicht.
— Christian Friedrich Hebbel
Ist es nicht sonderbar, dass die Menschen so gerne für die Religion fechten und so ungerne nach ihren Vorschriften leben?
— Georg Christoph Lichtenberg
Des Glaubens Sonde ist der Zweifel.
— Johann Gottfried Seume
Aberglaube ist die Form der Ehrfurcht, die selbst den Zufall als eine Anordnung höherer Mächte anerkennt.
— Carl Ludwig Schleich
Darin liegt der Adel und die Schönheit des Glaubens: dass wir das Herz haben, etwas zu wagen.
— John Henry Newman
Glaube kann die Form annehmen, einen tragfähig zu machen für die Zweifel.
— John Henry Newman
Je verborgener Gottes Hand, desto stärker ist sie.
— John Henry Newman
Ich glaube, ich werde nach meinem Tode mehr für euch tun können als im Leben.
— Katharina von Siena
Man fragte einmal einen Weisen, ob es wahre Atheisten gäbe. Glauben Sie, erwiderte er, dass es wahre Christen gibt?
— Denis Diderot
In der Schöpfung greife ich Gott gleichsam mit Händen.
— Johannes Kepler
Das ist die große Stille, die über Stürmen siegt, dass eines Menschen Wille in Gottes Willen liegt.
— Eduard Mörike
Kein Volk hat Gott verlassen, das sich nicht selbst verließ.
— Heinrich von Treitschke