Sprüche über Macht
793 Sprüche — Seite 34
Wo Elefanten sich bekämpfen, hat das Gras den Schaden.
Die Bedrohung durch den Stärksten bewirkt bei mir, dass ich mich auf die Seite des Schwächeren stelle.
— Francois René de Chateaubriand
Tugend macht edel, aber Adel gibt keine Tugend.
Wer allen dient, macht sich keinem verbindlich.
Will unser Herrgott einen Narren, so macht er einen alten Mann zum Witwer.
Alter Mann macht junger Frau Freude wie der Floh im Ohr.
Das Amt macht wohl satt, aber nicht klug.
Wer verzagt ist im Bitten macht den anderen beherzt im Abschlagen.
Der Kalendermacher macht den Kalender, aber unser Herrgott das Wetter.
Geburt macht nicht edel
Ehrlich macht reich, aber langsam geht's her.
E i n Pfennig in der Sparbüchse macht mehr Gerassel, als wenn sie voll wäre
Eine Sonne ist der Mensch, allsehend, allverklärend wenn er liebt. Und liebt er nicht, so ist er eine dunkle Wohnung, wo ein rauchend Lämpchen brennt.
— Johann Christian Friedrich Hölderlin
Mit Haben, Gewinnen, Besitzen, Genießen schließt der Ideenkreis eine Kette um den Menschen, die ihn an Staub und Erde fesselt.
— Johann Georg Adam Forster
Wer die Gesellschaft nicht entbehren kann, soll sich ihren Gebräuchen unterwerfen, weil sie mächtiger sind als er.
— Adolph Freiherr von Knigge
Die Liebe zum Profit beherrscht die ganze Welt.
— Aristophanes
Der Glaube versetzt Berge, der Zweifel erklettert sie.
— Friedrich Georg Jünger
Durch Liebe steigt aus den Ruinen ein Leben, das in Trümmern lag.
— Adolf Friedrich von Schack
Auf andere herabzusehen macht kleiner und ärmer. Es geschieht von einem Standpunkt, von dem keine menschliche Wärme ausgeht und an den keine gelangt.
— Else Pannek
Es macht frei, seine Mitmenschen zu lassen wie sie sind.
— Else Pannek