Sprüche über Macht
793 Sprüche — Seite 32
Die Erkenntnis der eigenen Kraft macht bescheiden.
— Paul Cezanne
Nicht die Sittlichkeit regiert die Welt, sondern eine verhärtete Form derselben: Die Sitte.
— Berthold Auerbach
Die Eheherrn sollten künftig die Trauringe statt auf dem Finger in der Nase tragen, zum Zeichen, dass sie doch an der Nase geführt werden.
— Christian Dietrich Grabbe
Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das Feuer machen kann, und das hat ihm die Herrschaft über die Welt gegeben.
— Antoine de Rivarol
Demokratie ist die Kunst, sich an die Stelle des Volkes zu setzen und ihm feierlich in seinem Namen, aber zum Vorteil einiger guter Hirten die Wolle abzuscheren.
— Romain Rolland
Ein guter Mensch erringt einen Sieg und belässt es dabei. Er geht nicht zu Gewalttaten über.
— Laotse
Die Macht des Geistes ist die Theorie, ohne Taten ist sie jedoch nutzlos
Ein Tontopf wird früher oder später brechen, ein Feldherr früher oder später fallen.
Marientau macht grüne Au
Wir werden durch das Buch vielleicht sicherer und länger herrschen als durch das Schwert.
— Honoré de Balzac
Die Macht ist die Königin der Welt, und nicht die Meinung der Leute. Aber die Macht gebraucht die Meinung. Und die Macht macht die Meinungen.
— Blaise Pascal
Zu tief in die Jauche schaun', macht den Bauern sportlich braun.
Steppt wild die Sau, charmant, graziös, macht das den Metzger ganz nervös.
Durch Ausharren ebnen wir Berge, setzen dem Meere Grenzen und machen aus Steinen Städte und Paläste und Mauern.
— Karl Julius Weber
Wenn einer Geld hat, kann er dem Teufel Beine machen; wenn er keines hat, kommt nicht einmal der Mann, den er ruft.
Die Fesseln der Gewohnheit sind meist so fein, dass man sie kaum spürt. Doch wenn man sie spürt, sind sie so stark, dass sie sich (offenbar) nicht mehr zerreissen lassen.
— Samuel Johnson
Niemand ist härter als die Sanftmütigen aus Berechnung.
— Marquis de Vauvenargues
Alter macht weiß, nicht weise
Das Licht vom Himmel lässt sich nicht versprengen, noch lässt der Sonnenaufgang sich verhängen mit Purpurmänteln oder dunklen Kutten.
— Nikolaus Lenau
Die eifrigsten Reformer haben lernen müssen, dass sie sich jediglicher Macht berauben, wenn sie den schwerfälligen Massen zu weit voraneilen.
— Woodrow Wilson