Sprüche über Gefahr
564 Sprüche — Seite 8
Unaufmersamkeit lässt das Schiff stranden.
Während der Tiger nicht aufhören kann, Tiger zu sein, sich nicht enttigern kann, lebt der Mensch in ständiger Gefahr, sich zu entmenschlichen.
— José Ortega y Gasset
Wer den Feind und sich selber kennt, kann ohne Gefahr hundert Schlachten schlagen.
Wenn die Gesellschaft so fortfährt, wird in zweitausend Jahren nichts mehr da sein, kein Grashalm, kein Baum; sie wird die Natur aufgefressen haben.
— Gustave Flaubert
Man fällt nicht über seine Fehler! Man fällt immer über seine Feinde, die diese Fehler ausnutzen.
— Kurt Tucholsky
Überschreitet man das Maß, so wird das Angenehme zum Unangenehmen.
— Epiktet
Lobe den Brunnen, in den deine Schwiegermutter gefallen ist, aber schöpfe kein Wasser daraus
Der erste Seufzer der Liebe ist der letzte der Zurechnungsfähigkeit.
— Antoine Bret
Liebe ist so ungefährlich wie ein Löffel Salzsäure auf nüchternen Magen.
— Charles Baudelaire
Das Aufschieben wichtiger Geschäfte ist eine der gefährlichsten Krankheiten der Seele.
— Georg Christoph Lichtenberg
Fürchte nicht Feinde, die angreifen, sondern Freunde, die schmeicheln
— Lord Byron
Beim Beginne einer Unternehmung und unweit des Zieles ist die Gefahr des Misslingens am größten. Wenn Schiffe scheitern, so geschieht es nahe am Ufer.
— Ludwig Börne
Wer von allen gehasst wird, kann nicht erwarten, lange zu leben.
— Pierre Corneille
Man läuft Gefahr zu verlieren, wenn man zuviel gewinnen möchte.
— Jean de La Fontaine
Die Idee ist eine Seifenblase: ein Sandkorn Wahrheit läßt sie platzen.
— Carl Ludwig Schleich
Durch Gefahren setzt ein großes Herz sich durch
— Jean Racine
Ungerechtfertigtes Lob kann Schwache gefährden, ungerechter Tadel auch Starke vom rechten Weg ableiten.
— Georg Ebers
Der Mensch ist das Raubtier mit den Händen.
— Oswald Spengler
Ein dummer Freund macht mehr Ärger als ein kluger Feind.
— Iwan Turgenjew
Ein Mensch, der Angst hat, wird zum reißenden Tier.
— John Steinbeck