Sprüche über Gefahr
564 Sprüche — Seite 28
Eine Lüge engagiert meistens schon zu der nächsten.
— Rahel Varnhagen von Ense
Tränen sind das Salz des Lebens, wenn es aber versalzen ist, bleibt ein unauslöschlicher Durst zurück.
— Friedrich Schleiermacher
Ein Perlenkranz von Frauentränen, den Schmuck soll sich kein Mann ersehnen!
— Felix Dahn
Man kann nicht leben, ohne dass die Leute sprechen, nicht Rosen sammeln, ohne dass die Dornen stechen
— Friedrich Julius Hammer
Eine Gesellschaft von Schafen muss mit der Zeit eine Regierung von Wölfen hervorbringen.
— Juvenal
Sage niemals an der Theaterkasse dass du nicht gut hörst, denn dann bekommst du einen Platz zugewiesen, wo du auch nichts siehst.
— Kin Hubbard
Der dir bei allem, was du sagst, zustimmt, ist entweder dumm oder bereitet sich darauf vor, dich zu verschlingen.
— Kin Hubbard
Mehr noch als der Reiche, der sein Geld in eisernen Truhen verwahrt hat, musst du vor dem Räuber Schicksal zittern, der du deine Schätze in Menschenherzen angelegt hast.
— August Pauly
Was alles die Menschen als Zeichen von Vornehmheit ansehen, das macht sie gerade zum Pöbel.
— August Pauly
Es gibt keine materielle Macht, welche den sittlichen Mächten über den Kopf wachsen könnte, ohne den Untergang ihrer selbst vorzubereiten.
— August Pauly
Wenn das Große einmal der Menge gehört, ist es ein Götze geworden.
— August Pauly
Die Menschen haben keinen ärgeren Feind als das Übermaß an Glück.
— Theresa Keiter
Der größte Feind der Liebe ist die grübelnde Vernunft, die in kleinmütige Zweifel verfällt.
— Heinrich Martin
Es bringt ein böses Wort viel Unheil oft zuwege. Doch schreibst Du, überlege: ein Brief spricht immerfort.
Der Mensch bleibt schwach bei aller Weisheit, die nur zu oft der Stimmung unterliegt; denn stets kommt eine neue Torheit, wenn kaum die alte ist besiegt.
— Heinrich Martin
Des Menschen Feind, Bruder, ist der Mensch!
— Lewis Wallace
Wer Pech hat, ersäuft auch in der Pfütze
Der Pechvogel stirbt sogar an einem Grießbrei.
Die Furcht steckt an wie der Schnupfen und macht aus dem Singularis allemal den Pluralis.
— Katharina Elisabeth Goethe
Gefährlich wird die Halbbildung erst dann, wenn sie ihre eigene Natur als Bruchteil verkennt und sich hochmütig einbildet, bereits Bildung geworden zu sein.
— Friedrich Wilhelm Kaulisch