Sprüche über Besitz
548 Sprüche — Seite 23
Ein Bauer ohne Land ist wie ein Literat ohne Bücher
Selbst wenn der Koch eine Fliege kochen würde, würde er einen Flügel für sich behalten.
Ein fleißig herumgetragener Bettelsack ernährt seinen Herrn.
Tee, Kaffee und Leckerli bringen den Bürger ums Äckerli.
Es kommt darauf an, dass sich ein Kapital bildet, was nie ausgeht.
— Johann Wolfgang von Goethe
Freiheit kann man einem Menschen zwar lassen, aber nicht geben.
— Friedrich von Schiller
Auch wenn man seine Frau nicht liebte, glaubt man, bei der Scheidung ein kleines Vermögen verloren zu haben.
Entfremdet und entwürdigt ist nicht nur der, der kein Brot hat, sondern auch der, der keinen Anteil an den großen Gütern der Menschheit hat.
— Rosa Luxemburg
Jeder will Freiheit haben, und niemand will sie geben.
— Oliver Cromwell
Die Freiheit ist ein Gut, das alle anderen Güter zu genießen erlaubt.
— Charles-Louis de Montesquieu
Es gibt Tugenden, die man nur ausüben kann, wenn man reich ist
— Antoine de Rivarol
Die Gegenwart, in der der Mensch lebt, wird nicht für ihn genußreich durch ruhigen Besitz des Erworbenen, sondern durch das Streben nach höheren Zielen.
— Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg
Ein natürlicher Appetit läßt uns nicht nur nach dem Besitz von Wissen (scientia), sondern nach dem Besitz von Weisheit (sapientia) streben, nach Wissen also, das man schmecken kann (scientia sapida).
— Nikolaus von Kues
Wenn die Reichen die Armen ihrer Rechte berauben, so wird das ein Beispiel für die Armen, die Reichen ihres Eigentums zu berauben.
— Thomas Paine
Ein Mensch, der kein Eigentum erwerben darf, kann auch kein anderes Interesse haben, als so viel wie möglich zu essen und so wenig wie möglich zu arbeiten.
— Adam Smith
Wertschätzung ist etwas Wundervolles. Was andere auszeichnet, wird so unser Besitz
— Voltaire
Das Glück gleicht oft den reichen, verschenderischen Frauen, welche die Häuser ruinieren, denen sie eine große Mitgift zugebracht haben.
— Nicolas Chamfort
Das Geld hat keinen Schaden davon, wie es erworben wurde, aber dem, der es erwirbt schadet es.
— John Steinbeck
Das gibt's nicht: Gerade genug Geld. Es gibt nur zweierlei: Kein Geld und nicht genug Geld.
— John Steinbeck
Ein Volk, das ein wahres, volkstümliches Bücherwesen besitzt, ist Herr von einem unermesslichen Schatze.
— Friedrich Ludwig Jahn