Sprüche über Besitz
548 Sprüche — Seite 22
Hat mir's Gott beschert, so nimmt mir's St. Peter nicht.
Ist die Henne mein, so gehören mir auch die Eier.
Dem die Kuh gehört, der fasst sie bei den Hörnern.
Was dir nicht gehört, das streift eine Maus mit dem Schwanz weg.
Was den Raben gehört, ertrinkt nicht.
Laß mir den Vogel und behalt du die Federn.
Was nicht am Vogel ist, das ist an den Federn.
Geist ist in sich, und was er wahrnimmt, was er aufnimmt, das ist seine eigene Richtung, sein Vermögen.
— Bettina von Arnim
Aller Fortschritt beruht auf dem allgemeinen inneren Wunsch eines jeden Organismus, über sein Einkommen hinaus zu leben.
— Samuel Butler
Ach, mein liebes Geld. Mein liebes Geld, mein bester Freund! Man hat dich mir gestohlen. Meine Stütze habe ich verloren, mein Trost und meine Freude.
— Jean-Baptiste Molière
Wer etwas zu verkaufen hat, gilt nicht als arm.
Taste aber nur einer das Eigentum an, und der Mensch mit seinen Leidenschaften wird sogleich da sein
— Johann Wolfgang von Goethe
Eine schöne Jungfrau trägt ihr Heiratsgut im Angesicht
— Christoph Lehmann
Nur wer im Wohlstand lebt, schimpft auf ihn.
— Ludwig Marcuse
Ich habe was zu sinnen, ich hab, was mich beglückt, in allen meinen Sinnen bin ich von ihr entzückt.
— Achim von Arnim
Man mag über Naturschönheiten die Achseln zucken, es ist doch herrlich für ein Volk, ein schönes Land zu besitzen, wenn es auch arm ist.
— Fridtjof Nansen
Was ich besessen, bleibt unvergessen, macht schön das Erinnern, macht tragbar das Leid.
Manche Leute haben nichts weiter von ihrem Vermögen, als die Furcht es zu verlieren.
— Antoine de Rivarol
Völlige Sicherheit, stets geheiligtes Eigentum eines jeden über seine Person und sein Vermögen, darin besteht die wahre soziale Freiheit.
— Antoine de Rivarol
Nichts bindet den Geist so stark wie Besitz. Die Furcht vor Verlust läßt keinen Frieden, die Hoffnung auf Erwerb keine Ruhe aufkommen.
— August Strindberg