Sprüche über die Natur
365 Sprüche — Seite 14
Ein jeder Frühling ist neue Feier der großen Vereinigung der männlichen und weiblichen Natur.
— Johann Joseph von Görres
Auch an Dornen fehlt's wohl nicht, denk ich, wenn ich Rosen sehe. Rosen sind wohl in der Nähe, denk ich, wenn ein Dorn mich sticht.
— Rupert Johann Hammerling
Man kann einen Baum nicht nach der Güte seiner Blätter einschätzen, sondern nur nach der Güte seiner Früchte.
— Giordano Bruno
Gegen die Erde gibt es keinen Trost als den Sternenhimmel.
— Jean Paul
Jeden Morgen in meinem Garten öffnen neue Blüten sich dem Tag. Überall ein heimliches Erwarten, das nun länger nicht mehr zögern mag.
— Matthias Claudius
Über Rosen läßt sich dichten, in die Äpfel muß man beißen.
— Karl Maria von Weber
Erfahren sollst du, dass das, was ihr Unkraut nennt, wenigstens auch die Tugend desselben hat: nämlich nicht zu verderben und auszugehen.
— Wilhelm Raabe
Das Bergsteigen findet in einer Welt statt, wo jeder die Verantwortung für sich selber zu tragen hat.
— Reinhold Messner
Nichts hat mir auch nur annähernd zu so vielen Erkenntnissen verholfen, wie Landschaften und deren Entsprechungen in meiner Seele
— Reinhold Messner
Die Natur besiegen zu können, ist ein intellektueller Trugschluss. Besiegen setzt bekämpfen und vernichten voraus.
— Else Pannek
Wer Pflanzen wachsen lässt, der hat auch Schmetterlinge.
— Else Pannek
Gewiss ist, dass es Sonne gibt und Regen — dass es Abend wird und Nacht — und dass danach ein Morgen beginnt das ist gewiss.
— Else Pannek
Das Wunder ist nicht ein Widerspruch zu den Naturgesetzen, sondern ein Widerspruch zu dem, was wir von den Gesetzen wissen.
— Augustinus
Wer den höchsten Gipfel erstieg, ist zu stolz, auf dem zweiten sich zu zeigen.
— Friedrich Gottlieb Klopstock
Die Vernunft ist ein Licht. Davon will und soll die Natur erleuchtet, jedoch nicht in Brand gesteckt werden.
— Giacomo Leopardi
Die Folianten vergilben, der Städte gelehrter Glanz erbleicht, aber das Buch der Natur erhält jedes Jahr eine neue Auflage.
— Hans Christian Andersen
Alle Auflehnung gegen die Natur, gegen die Seinsbedingungen ist unfruchtbar und krankhaft.
— Sully Prudhomme
Und wenn du noch so oft an ihre Türen klopfst, die Natur wird nie erschöpfend Auskunft geben.
— Iwan Turgenjew
Wandern gibt mehr Verstand als hinterm Ofen zu sitzen.
— Philippus Theophrastus Paracelsus
Auch die Sonne scheint in die Winkel und wird doch nicht schmutzig.
— Diogenes von Apollonia