Sprüche über Arbeit
971 Sprüche — Seite 41
Der seinen Meister nicht hören will, muss den Büttel hören.
Die Metzger sagen, es ist nichts mehr mit den Bauern zu machen, seit sie in der Bibel lesen und die Kinder selbst machen.
Metzger, Gerber und Schinder sind Geschwisterkinder.
Ein Metzger tut manchen vergebnen Sprung, ein Hund noch mehr.
In der Mühle ist das beste, dass die Säcke nicht reden können.
Die beste Mühle ist zwischen Wasser und Wind.
Es ist noch nicht auf der Mühle, was zum Osterkuchen werden soll.
Wenn der Mühlgraben trocken steht, ist auch der Mehlkasten leer.
Ich sehe so tief in einen Mühlstein als ein anderer.
Müller, Schneider und Weber werden nicht gehenkt, das Handwerk ginge sonst aus.
Der Müller mit der Metzen, der Weber mit der Krätzen, der Schneider mit der Scher, wo kommt ihr Diebe her?
Für Müllers Henne, Bäckers Schwein und der Witfrau Knecht soll man nicht sorgen.
Kein Müller hat Wasser und kein Schäfer Weide genug.
Übler Pförtner, der alles einlässt.
Richter sollen zwei gleiche Ohren haben.
Richter, steh dem Rechte bei, denk, dass ein Richter ob dir sei.
Rechter Richter, richte recht: Gott ist Richter, du bist Knecht.
Vor der rechten Schmiede wird man recht beschlagen.
Schmieds Sohn ist der Funken gewohnt.
Ein schlechter Schmied, der den Rauch nicht vertragen kann.