Sprüche über Arbeit
971 Sprüche — Seite 39
Ein schlecht Pferd, das sein Futter nicht verdient.
Wer dem Pferde seinen Willen läßt, den wirft es aus dem Sattel.
Wer mehr hinter die Pferde legt als vor sie, der füttert nicht lange.
Das Pferd will wohl den Hafer, aber nicht den Sattel.
Das Pferd, das den Hafer verdient, kriegt dessen wenig.
Wer sein eigen Pferd reiten will, muss seinen eigenen Hafer füttern.
Das Pferd, das am besten zieht, bekommt die meisten Schläge.
Wenn das Pferd zu alt ist, spannt man's in den Karren.
Man muss mit den Pferden pflügen, die man hat.
Wer mehr hinter als vor die Rosse legt, wird nicht lange fahren.
Will das Roß nicht mehr ziehen, fällt es dem Schinder anheim.
Mit unwilligen Rossen ist nicht gut zu Acker fahren.
Man soll die Schafe scheren, aber nicht rupfen.
Wer die Schafe schiert, dem wird die Wolle.
Spatzenarbeit - Finkenlohn.
Kleinvieh macht auch Mist.
Gibst du deinem Vieh, so gibt es dir wieder.
Ein schlechtes Handwerk, das seinen Meister nicht nährt.
Es ist ein gut Handwerk, es lohnt aber übel.
Seines Handwerks soll sich niemand schämen.