Sprüche über Arbeit
971 Sprüche — Seite 35
Mit einem Herrn steht es gut, der, was befohlen, selber tut.
Jedes Ding an seinem Ort, spart viel Zeit, Verdruss und Wort.
Ein guter Anschaffer ist besser als zwei schlechte Schaffer.
Soll fegen der Besen recht blank und rein, dann darf er ja selber nicht schmutziger sein.
Die beste Aufsicht muss hie und da ein Aug' zudrücken.
Raste ich, so roste ich.
Vom Schönsein kann man nicht leben.
Nur wer den Garten sorglich pflegt, weiß auch, dass er ihm Früchte trägt.
Wenn der Gärtner schläft, pflanzt der Teufel Unkraut.
Die Hacke ist das Spielzeug des Gärtners.
Wer nicht jätet früh, jätet später mit doppelter Müh'.
Wer die Zeit der Saat verschläft, braucht in der Ernte nicht zu schwitzen.
Wer auf den Wind achtet, der säet nicht, wer auf die Wolken sieht, erntet nicht.
Sobald das Unkraut ist zu seh'n, musst du ihm schon zu Leibe geh'n.
Soll sich lohnen deine Müh', halt' junge Hennen, alte Küh'.
Arbeit gern und sei nicht faul, Gebratenes fliegt nicht ins Maul.
Ein Mann ist das Kind seiner Werke.
Arbeit ist des Blutes Balsam, Arbeit ist der Tugend Quelle.
— Johann Gottfried Herder
Tu, was du kannst und lass das andre dem, der's kann, zu jedem Werk gehört ein ganzer Mann. Zwei Hälften machen zwar ein Ganzes, aber merk: aus halb und halb getan entsteht kein ganzes Werk.
— Friedrich Rückert
Wer die Arbeit liebt und sparsam zehrt, der sich in aller Welt ernährt.