Sprüche über Arbeit
971 Sprüche — Seite 36
Wer schießen soll, muss laden, wer arbeiten soll, muss essen.
Zuviel Arbeiter richten wenig aus.
Man ruft den Esel nicht zu Hofe, denn dass er Säcke trage.
Wer sich zum Esel macht, der muss Säcke tragen.
Viel Säcke sind des Esels Tod.
Wenn der Esel in die Mühle kommt, so sagt er i-ah.
Besser Esel treiben als selber Säcke tragen.
Wenn der Esel nicht will, so muss er.
Der Esel trägt das Korn in die Mühle und bekommt Disteln.
Eselsarbeit und Zeisigsfutter ist des Überdrusses Mutter.
Ein Esel sollte immer auf der Weide sein, denn wo er frißt, da wächst es, wo er sch-, da düngt er's, wo er seicht, da wässert er's und wo er sich wälzt, da zerbricht er die Schollen.
Die weiße Gans brütet gut.
Ein guter Gaul zieht dreimal.
Mit bösen Gäulen bricht man das Eis.
Man reitet den Gaul erst, wenn man ihn hat.
Der Hahn schließt die Augen, eh er kräht - weil er's auswendig kann.
Ein guter Hahn wird selten fett.
Eine Henne kann mehr auseinander scharren als sieben Hähne.
Wenn die Henne nicht scharrt wie der Hahn, kann der Haushalt nicht bestahn.
Hat die Henne ein Ei gelegt, so gackert sie.