Sprüche über Schwäche
733 Sprüche — Seite 27
Wer sich zur Taube macht, den fressen die Falken.
Denn wenn dein Buckel deinen Freund nicht kränkt, mußt du auch dessen Warzen übersehen, da, wer um Nachsicht bittet, sie auch üben soll.
— Horaz
Wer ohne Beil los zieht, dem kann im Walde nicht wohl sein
— Gottfried Keller
Ist uns das Leben nicht gegeben, damit wir reicher werden im Geist, auch wenn die äußere Erscheinung leiden muss?
— Vincent van Gogh
Jetzt schon sei im starken Gemüte des Alters Kraft, dass sie dir erhalte die Jugend, damit später die Jugend dich schütze gegen des Alters Schwäche.
— Friedrich Schleiermacher
Was der Mensch fliehen will, das bringt er mit an den Ort, an den er flieht
— Carl Friedrich Paul Ernst
Der Erfolg des Arztes hängt zum großen Teil davon ab, dass er die Konstitution des Patienten genau kennt und die damit zusammenhängenden Eigentümlichkeiten.
— Edward Bellamy
Die menschliche Gesellschaft gleicht einem Gewölbe, das zusammenstürzen müsste, wenn sich nicht die einzelnen Steine gegenseitig stützen würden.
Bin ich meinem Amte in der Tat nicht gewachsen, so ist der Chef zu tadeln, der es mir anvertraut.
— Friedrich von Schiller
Die Eheherrn sollten künftig die Trauringe statt auf dem Finger in der Nase tragen, zum Zeichen, dass sie doch an der Nase geführt werden.
— Christian Dietrich Grabbe
Eine kleine Stelle, die du ganz ausfüllst, ist dein Ehrenplatz, die grösste, der du nicht genügst, ein Pranger.
— Otto von Leixner
Wer Schwache leiten will, der sei von ihrer Schwachheit selber frei!
— Magnus Gottfried Lichtwer
Manchmal ergreift das altern zuerst den Körper, manchmal aber auch den Geist.
— Michel de Montaigne
Eine gesunde Seele kann nicht in einem trockenen Körper wohnen.
— Francois Rabelais
Geistige Größe kann alle körperlichen Gebrechen unsichtbar machen.
Die letzte Schlußfolgerung der Vernunft ist, dass sie einsieht, dass es eine Unzahl von Dingen gibt, die ihr Fassungsvermögen übersteigen. Sie ist nur schwach, wenn sie nicht zu dieser Einsicht gelang …
— Blaise Pascal
In der Nacht hat der Mensch nur ein Nachthemd an, und darunter kommt gleich sein Charakter.
— Robert Musil
Ein Tontopf wird früher oder später brechen, ein Feldherr früher oder später fallen.
Heiter muß man die Gebrechen hinnehmen, die der Himmel schickt oder die Zeit herbeiführt.
— Joseph Joubert
Tabak ohne Kaffee ist wie ein Fürst ohne Pelz.