Sprüche über Leben
1598 Sprüche — Seite 73
Es zählt nicht, wie alt du bist, sondern wie du alt bist.
Alle Belehrung geht von Herzen aus, alle Bildung vom Leben.
— Christian Friedrich Hebbel
Ein angenehmes Leben und heiteres Leben kommt nicht von äußeren Dingen.
— Plutarch
Die Schönheit strahlt nur aus dem innern Leben.
— Theodor Körner
Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit, und neues Leben blüht aus den Ruinen.
— Friedrich von Schiller
Das Leben besteht nicht aus siebzig Jahren, sondern die siebzig Jahre bestehen aus einem fortwehenden Leben, und man hat allemal gelebt und genug gelebt, man sterbe, wann man will.
— Jean Paul
Das Leben gab den Sterblichen nichts ohne große Arbeit.
— Horaz
Das Wasser, in dem der Fisch kocht, ist auch das Wasser, das dem Fisch zum Leben hilft.
Sich sorgen ist fast so gut wie sich freuen. Unerträglich wird das Leben für den, der weder Freuden noch Sorgen hat.
— Henry Wadsworth Longfellow
Warum hat Gott den Menschen das Gefühl der Schamhaftigkeit eingeflößt? Damit der Schneider leben kann.
— Georg Büchner
Gerade der schöpferische Mensch wird immer auf die Natur zurückgreifen, um menschliche Formeln durch neues Leben zu erfüllen oder zu sprengen
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Wir leben nicht, wir nutzen uns aneinander ab.
Kleine Gelegenheiten sind oft der Anfang zu großen Unternehmungen.
— Demosthenes
Etwas Festes muss der Mensch haben, daran er zu Anker liege, etwas, das nicht von ihm abhange, sondern davon er abhängt.
— Matthias Claudius
Musik ist die Vermittlung des geistigen Lebens zum sinnlichen.
— Bettina von Arnim
Österreich ist ein seltsames Land. Man muss hier unbedingt schon gestorben sein, damit einen die Leute leben lassen.
— Gustav Mahler
Befriedigung, die ich nach außen träumte, kam nun von innen selber in mein Dach. Das Leben rächt ja stets, was es versäumte: Ich hole meine Jugendjahre nach.
— Franz Grillparzer
Wer sich beständig ausschlussweise mit den Büchern beschäftigt, ist für das praktische Leben schon halb verloren.
— Johann Gottfried Seume
Tausend Frauen wiegen das Leben eines einzigen Mannes auf.
— Euripides
Gedanken leben ebenso von der Bestätigung wie vom Widerspruch
— Stefan Zweig