Sprüche über Leben
1598 Sprüche — Seite 72
Die reichste Empfindung des Lebens liegt im Atmen.
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Das Leben gleicht dem Feuer: Es beginnt mit Rauch und endigt mit Asche
Wer vom Ziel nicht weiß, kann den Weg nicht haben, wird im selben Kreis all sein Leben traben.
— Christian Morgenstern
Was ist des Menschen Leben? Ein Schwanken hierhin - dorthin - von Sorge zu Sorge. Ein Loch stopft man zu, - ein anderes ist gleich wieder da.
— Laurence Sterne
Durch ein paar Züge aus dem Becher der Liebe hält uns die Natur für ein Leben voll Mühe schadlos.
— Johann Wolfgang von Goethe
Trachte nicht nach dem ewigen Leben, sondern schöpfe das Mögliche aus!
— Pindar
Die Bekanntschaft mit einem einzigen guten Buch kann ein Leben ändern.
Eine gesunde Seele kann nicht in einem trockenen Körper wohnen.
— Francois Rabelais
Das Leben sähe anders aus, wenn wir, statt über die Lieblosigkeit in der Welt zu klagen, etwas gegen die Lieblosigkeit in uns selbst tun würden.
— Rainer Haak
Das meiste im Leben ist schlecht, drum bin ich gar nicht froh; die Dunkelheit ist echt, das Licht aber scheint nur so.
Das Leben ist eine Hühnerleiter, von oben bis unten - ich weiß nicht weiter.
Geh fröhlich hin durchs blumenreiche Leben und pflücke manche Blume dir. Nicht nur für bittren Gram hat Gott das Leben uns gegeben, nein, auch für Freuden sind wir hier.
Versuche stets, ein Stückchen Himmel über deinem Leben freizuhalten
— Marcel Proust
Im Leben einer Frau zählt nur die Jugend.
— Henry de Montherlant
Keiner will heute leben; keiner ist mit der gegenwärtigen Stunde zufrieden; alle finden, dass sie gar zu langsam vergeht.
— Jean-Jacques Rousseau
Alle Wesen leben vom Lichte, jedes glückliche Geschöpf, die Pflanze selbst, kehrt freudig sich zum Licht.
— Friedrich von Schiller
Ist die Viehzucht aufgegeben, heisst es von Touristen leben
Wird der Knecht gehetzt von Doggen, muß er um sein Leben joggen!
Das letzte Vergnügen im Leben ist das Bewußtsein, aus der Pflicht entlassen zu sein.
— William Hazlitt
Was wäre das Leben ohne Hoffnung? Ein Funke, der aus Kohle springt und verlischt.
— Johann Christian Friedrich Hölderlin