Sprüche über Leben
1598 Sprüche — Seite 71
Es stirbt keine Sau ob einem unsauberen Troge.
Scharrenden Vogel brat mit Eile, schwimmendem aber lass die Weile.
Sie leben wie die Vöglein im Hanfsamen.
Ein echter Idealist vergisst niemals die Wirklichkeit des Lebens.
— Eduard Beneš
Naturnotwendig will der Mensch das Gute.
— Thomas von Aquin
Rein verstandlich betrachtet erscheint das Leben nicht anders als eine sinnvolle Sinnlosigkeit.
— Paul Bertololy
Auch wenn der Spatz klein ist, hat er doch alle lebenswichtigen Eingeweide.
Ist uns das Leben nicht gegeben, damit wir reicher werden im Geist, auch wenn die äußere Erscheinung leiden muss?
— Vincent van Gogh
Der Zweck des Erdenlebens der Menschheit ist der, dass sie in demselben alle ihre Verhältnisse mit Freiheit nach der Vernunft einrichten.
— Johann Gottlieb Fichte
Wie könnte einer Feind der Frau sein - sie sei, wie sie wolle? Mit ihren Früchten wird die Welt bevölkert, darum lässt Gott sie lange leben, auch wenn sie noch so garstig wäre.
— Philippus Theophrastus Paracelsus
Der Verstand stellt Probleme, das Leben löst sie. Alle Verstandeslösungen sind Unsinn.
— Oswald Spengler
Abwechslung ist des Lebens Reiz, was freilich jede glückliche Ehe zu widerlegen scheint.
— Theodor Fontane
Dass Glück ist nicht im ewig lachenden Himmel zu suchen, sondern in feinen Kleinigkeiten, aus denen wir unser Leben zusammen zimmern
— Carmen Sylva
Wer mit vierzig verhasst ist, bleibt so bis an sein Lebensende.
Die kleinen Miseren des Lebens helfen uns manchmal über sein großes Elend hinweg.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Etwas wagen muß das Herz und früh auf sein, wenn es leben will.
— Gottfried Keller
Wer nicht lieben kann, der versteht nicht menschlich zu leben.
— Johann Kaspar Lavater
Die Geizigen sind den Bienen zu vergleichen: sie arbeiten, als ob sie ewig leben würden.
— Demokrit
Es gibt zwei Leute, die ich zufrieden stellen muß. Gott und Garfield. Mit Garfield muss ich hier leben, mit Gott im Jenseits.
— James A. Garfield
Ist das Leben unglücklich, so ist es mühselig zu ertragen, ist es glücklich, so ist es furchtbar, es zu verlieren. Beides kommt aufs gleiche heraus.
— Jean de la Bruyère