Sprüche über Vergänglichkeit
493 Sprüche — Seite 25
Wir sehen in den Kunstwerken aller Zeiten es am deutlichsten, wie das Menschengeschlecht sich verändert hat, wie niemals dieselbe Zeit wiedergekommen ist, die einmal da war
— Philipp Otto Runge
Wir vertreiben uns die Zeit so lange, bis sie uns vertreibt.
— August Pauly
Was sind wir, wenn all das, was wir zu sein glauben, was uns schwer und tastbar und wirklich macht, nur geliehene Bausteine sind, aus denen nach uns andere wieder aufgebaut werden können?
— August Pauly
Gleicht das Leben nicht einem Akrobaten, der auf einer rollenden Kugel läuft, sich mit Kunst lange oben hält, aber endlich doch herunter muss aus Müdigkeit?
— August Pauly
Es ist dem Verstand selber nicht wohl, wenn er ganz allein zurückgeblieben ist in der Seele eines Menschen und alles fortgegangen ist, was warm war.
— August Pauly
Auch unsere Wünsche sterben, wenn sie alt werden.
— August Pauly
Was wir so oft »Liebe« nennen, ist doch nichts weiter als ein kurzer Sinnenrausch. Ist er in seiner Sonderheit verflüchtigt, so tritt größtenteils herbe Unbefriedigung und nicht selten Trennung ein.
— Heinrich Martin
Der Weisere trauert weniger um das, was das Alter nimmt, als um das, was es zurücklässt.
— William Wordsworth
Die meisten Männer, die auf der Welt vorwärts kommen, vergessen das Vergnügen während der Zeit, in der sie ihr Vermögen erarbeiten; sie warten, bis sie es geschafft haben, und dann ist es für sie zu s …
— Samuel Pepys
Dem Elend wolle nie mit Spötterworten nahen. Wer glaubte wohl sein Glück von ewigem Bestand?
— August Lafontaine
Kein Mörder hat ewiges Leben, das in ihm bleibt.
— Friedrich Wilhelm Kaulisch
Das Leben ist wie ein Hauch, das eine Weile sichtbar ist und dann wieder verschwindet
Ich habe einen Horror vor dem Tod. Die Toten sind so schnell vergessen. Aber nach meinem Tod muss man sich einfach an mich erinnern.
— Emily Elizabeth Dickinson