Sprüche über Vergänglichkeit
493 Sprüche — Seite 12
Im Westen hat man Christus verloren, und deshalb kommt der Westen zu Fall, einzig und allein deshalb.
— Fjodor M. Dostojewski
Die Zeit vergeht und wartet auf niemanden.
Ein reifer Apfel hängt nicht lang überm Weg
Mit dem Hunger nach der Unendlichkeit wird der Mensch geboren; er spürt ihn früh; aber wenn er in die Jahre des Verstandes kommt, erstickt er ihn meistens leicht und schnell.
— Wilhelm Raabe
Wenn etwas nützlich wird, hört es auf schön zu sein.
— Théophile Gautier
Wenn die Freude in der Stube ist, lauert die Sorge im Flur.
Große Dinge zerfallen in kleine. Kleine zerbröseln in Staub.
Gerechtigkeit ist vorübergehend, aber das Gewissen ist ewig.
— Martin Luther
Es gibt Augenblicke, in denen gelingt uns alles. Kein Grund zu erschrecken: Das geht vorüber.
— Jules Renard
Wir sind Gäste des Daseins, Reisende zwischen zwei Stationen. Wir müssen unsere Sicherheit in uns selbst suchen.
— Boris Pasternak
Was hinter uns liegt und was vor uns liegt, ist relativ unbedeutend, verglichen mit dem, was in uns liegt.
— Oliver Wendell Holmes
Das Alter will die Menschen vom Leben entwöhnen wie die Amme das Kind von der Brust: Durch allmähliches Entziehen.
— Christian Friedrich Wilhelm Jacobs
Hassen ist ein positiver Lebensstrom: das Verlangen nach Vernichtung, Angriff, der vom Kern ausgeht.
— Oswald Spengler
Es gibt ein allgemein gültiges Gesetz, das Entstehen und Vergehen befiehlt.
— Publius Syrus
Gute Vorsätze sind grüne Früchte, die abfallen, ehe sie reif sind.
— Johann Nepomuk Nestroy
Häuslichkeit ist der Schutzengel des Ehe und Familienstandes, Zerstreuung aber die Todfeindin, daher auch Häuslichkeit, Ehe und Familienglück immer seltener werden.
— Karl Julius Weber
Es wär´ so schön gewesen, es hat nicht sollen sein
— Joseph Victor von Scheffel
Unser Neid dauert stets länger als das Glück derer, die wir beneiden
— François de la Rochefoucauld
Der Gedanke an die Vergänglichkeit aller irdischen Dinge ist ein Quell unendlichen Leids – und ein Quell unendlichen Trostes.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Wir sterben des Todes und sind wie Wasser, das auf die Erde gegossen wird und das nicht wieder gesammelt werden kann; aber Gott will nicht das Leben wegnehmen.