Sprüche über Vergänglichkeit
493 Sprüche — Seite 21
Rosen pflücke, Rosen blühn Morgen ist nicht heut! Keine Stunde laß entfliehen, Flüchtig ist die Zeit!
— Johann Wilhelm Ludwig Gleim
Was wäre das Leben ohne Hoffnung? Ein Funke, der aus Kohle springt und verlischt.
— Johann Christian Friedrich Hölderlin
Schönheit ist Gesetzmäßigkeit. Schönheit erscheint, solange die Gesetzmäßigkeit empfunden wird. Sie schwindet, wenn unsere Sinne die Gesetzmäßigkeit nicht mehr erkennen.
— Walter Rathenau
Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit, und neues Leben blüht aus den Ruinen.
— Friedrich von Schiller
Das Leben besteht nicht aus siebzig Jahren, sondern die siebzig Jahre bestehen aus einem fortwehenden Leben, und man hat allemal gelebt und genug gelebt, man sterbe, wann man will.
— Jean Paul
Das Alte wird nie alt, es wird nur alt das Neue.
— Friedrich Rückert
Alles, was in der Welt verdorben worden ist, das ist aus guten Gründen verdorben worden.
— Georg Friedrich Wilhelm Hegel
Gebraucht die Zeit, sie geht so schnell von hinnen, doch Ordnung lehrt euch Zeit gewinnen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Ein jeder Tag bricht dir was ab von deiner Schönheit bis ins Grab.
— H. J. Christoph von Grimmelshausen
Tröste dich, die Stunden eilen, und was all dich drücken mag, auch die schlimmste kann nicht weilen, und es kommt ein anderer Tag.
— Theodor Fontane
Sobald die Demokratie das, was sie sucht, die Gleichheit, erreicht hat, so gibt sie wohlfreien Preises die Freiheit auf
— Francois René de Chateaubriand
Tadel ist dem Künstler weit nützlicher als Lob: wer vom Tadel zu Grunde geht, war dieses Unterganges wert. Nur wen er fördert, hat die wahre innere Existenzberechtigung.
— Richard Wagner
Das Glück ist kein Geschenk- nur ein Darlehen.
— Theodor Fontane
Ein jeder Kelch verschäumt, das Schönste welkt, und nichts auf Erden währt.
— Rupert Johann Hammerling
Helden leben gern. Sie wissen wie kostbar und verletzlich Leben ist, haben Herz und Rückgrat es zu schützen.
— Else Pannek
Republiken enden durch Luxus, Monarchien durch Armut
— Charles-Louis de Montesquieu
Die Zeit ist schnell, noch schneller ist das Schicksal. Wer feig des einen Tages Glück versäumt, er holt’s nicht ein, und wenn ihn Blitze trügen
— Theodor Körner
Wie schnell der Dank der Menschen doch verweht und Undank wird!
— Sophokles
Wehe, die Welt ist alt, und der Abend für die menschlichen Dinge ist gekommen; und wer jetzt geboren wird, erhält Vernunft und Bewegung zu spät.
— Giacomo Leopardi
Die Folianten vergilben, der Städte gelehrter Glanz erbleicht, aber das Buch der Natur erhält jedes Jahr eine neue Auflage.
— Hans Christian Andersen