Sprüche über Tod
353 Sprüche — Seite 13
So ist der Tod auch ein Bad nur. Aber drüben am anderen Ufer liegt uns bereitet ein neu Gewand.
— Franz Emanuel August Geibel
Wenn das Haus fertig ist, kommt der Tod.
Es wird Stille sein und Leere. Es wird Trauer sein und Schmerz. Es wird dankbare Erinnerung sein, die wie ein heller Stern die Nacht erleuchtet, bis weit hinein in den Morgen.
Der freie Mensch denkt an nichts weniger als an den Tod; und seine Weisheit ist ein Nachsinnen über das Leben.
— Baruch de Spinoza
Menschen stehen und warten, das Leben bringt und geht, der Tod kommt und nimmt.
Das wähne nun keiner, dass er sich nicht entbehren ließ; Dein Tod oder meiner macht in der Welt noch keinen Riss.
— Eduard von Bauernfeld
Leben entspringt dem Kummer und Unglück, und Tod der Behaglichkeit und den Vergnügungen
Man arbeitet nicht allein, dass man lebe, sondern man lebt um der Arbeit willen, und wenn man nichts mehr zu arbeiten hat, so leidet man oder entschläft.
— Nikolaus Ludwig Reichsgraf von Zinzendorf und Pottendorf
Den besten Gebrauch von seinem Leben macht derjenige, der es einer Sache widmet, die ihn überdauert.
— William James
Der Tod ist kein Abschnitt des Daseins, sondern nur ein Zwischenereignis, ein Übergang aus einer Form des endlichen Wesens in eine andere.
— Wilhelm von Humboldt
Ins Leben schleicht das Leiden sich heimlich wie ein Dieb. Wir alle müssen scheiden von allem was uns lieb.
— Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff
Unser ganzes Dasein ist flüchtig wie Wolken im Herbst; Geburt und Tod der Wesen erscheinen wie Bewegung im Tanz. Ein Leben gleicht dem Blitz am Himmel, es rauscht vorbei wie ein Sturzbach den Berg …
— Buddha
Geld her, Geld her, klingen die Glocken, wenn gleich der Pfaff tot ist.
Immer auf dem Sprung stehen, das nenne ich Leben. Von Sicherheit eingewiegt werden bedeutet sicheren Tod.
— Oscar Wilde
Es sei gleich morgen oder heut, Sterben müssen alle Leut'
— Abraham a Sancta Clara
Der Feige stirbt schon viele male vor seinem Tode.
— William Shakespeare
Mit der Ehe geht es meist wie mit dem Tode: nur wenige sind darauf vorbereitet.
— Niccolò Tommaseo
So wie der Wind mit den Blättern spielt, genauso spielt das Schicksal mit uns. Man kann die Sonne meiden, und auch das Licht, doch das was man liebt vergißt man nicht.
Wahrlich ist der Mensch der König aller Tiere, denn seine Grausamkeit übertrifft die ihrige. Wir leben vom Tode anderer. Wir sind wandelnde Grabstätten!
— Leonardo da Vinci
Nach der Zeit der Tränen und der tiefen Trauer bleibt die Erinnerung. Die Erinnerung ist unsterblich und gibt uns Trost und Kraft.