Sprüche über Tod
353 Sprüche — Seite 12
Du gute Mutter, bist nicht mehr, dein Platz in unserem Haus ist leer, du reichst uns nicht mehr deine Hand, der Tod zerriss das schöne Band.
Rasch tritt der Tod den Menschen an, es ist ihm keine Frist gegeben, es stürzt ihn mitten in die Bahn, es reißt ihn fort vom vollen Leben. Bereitet oder nicht, zu gehn, er muß vor seinem Richter …
— Friedrich von Schiller
Nicht der Tod, sondern das Sterben beunruhigt mich.
— Michel de Montaigne
Das ist ein Leben! Man verbringt es hoffend, um es mit einem Tode zu beschließen, an den man wieder Hoffnungen knüpft.
— Voltaire
Du siehst den Garten nicht mehr grünen, in dem du einst so froh geschafft, siehst deine Blumen nicht mehr blühen, weil dir der Tod nahm deine Kraft.
Wie wird mir? Leichte Wolken heben mich, der schwere Panzer wird zum Flügelkleid. Hinauf, hinauf - die Erde flieht zurück kurz ist der Schmerz, aber ewig ist die Freude.
— Friedrich von Schiller
Um eines kleinen Bissens Fleisches willen berauben wir eine Seele des Lichtes und der Spanne von Zeit, in die sie hineingeboren wurde, sich daran zu erfreuen.
— Plutarch
Es ist besser, zwei Jahre zu früh als ein Jahr zu spät zu sterben.
Das Leben ist eine Krankheit, die ganze Welt ein Lazarett, und der Tod ist unser Arzt.
— Christian Johann Heinrich Heine
Der Tod ist vielleicht nicht das Schwerste im Leben eines Malers.
— Vincent van Gogh
Bankiers sterben nicht. Sie verlieren das Interesse am Leben.
Das Leben wird schließlich mit dem Tode bestraft.
— Wilhelm Busch
Begrenzt ist die Zeit des Lebens, doch unendlich die Erinnerung.
Wer sich vom Wolfe Rat lässt geben, dessen Schafen geht's ans Leben.
— Bernhard Freidank
Nichts ist gewiss im Leben eines Menschen - ausser, dass er es verlieren muss.
— George Meredith
Komm nun, höchstes Fest auf dem Wege zur ewigen Freiheit, Tod, leg nieder beschwerliche Ketten und Mauern unseres vergänglichen Leibes und unsrer verblendeten Seele, dass wir endlich erblicken, wa …
— Dietrich Bonhoeffer
Männer, die in Stiefeln zu sterben hoffen, verunglücken gar zu oft in Pantoffeln.
Der Mensch ist bereit, für jede Idee zu sterben, vorausgesetzt, daß ihm die Idee nicht ganz klar ist.
— Gilbert Keith Chesterton
Der Mensch erfährt, er sei auch wer er mag, ein letztes Glück und einen letzten Tag.
— Johann Wolfgang von Goethe
Wer am Tode vorübergegangen ist, lebt anders, als er früher gelebt hat.