Sprüche über Schicksal
459 Sprüche — Seite 6
Der Zufall ist ein Rätsel, welches das Schicksal dem Menschen aufgibt.
— Christian Friedrich Hebbel
Frei geht das Unglück durch die ganze Erde,
— Friedrich von Schiller
Sei, wer du sein sollst, und tue das Deine! So wird dich das Glück, das gute Schicksal, ungestört finden.
— Johann Gottfried Herder
Das menschliche Herz hat eine fatale Neigung, nur etwas Niederschmetterndes Schicksal zu nennen.
— Albert Camus
Ob laut ob leise, die Melodie des Lebens spielt jeder auf seine eigene Weise.
Du hattest kein Glück und ich hatte keins; wir nahmen einander, nun haben wir eins. Wo haben wir es denn hergenommen? Es ist vom Himmel auf uns gekommen.
— Friedrich Rückert
Kein Schicksal ist auf Erden noch so graus, die Liebe schöpft ein Körnchen Glück daraus.
— Carl Spitteler
Wer Glück liebt, muss auch sein Unglück willkommen heißen. Das ganze Leben ist nicht der Sorge wert.
— Ludwig Tieck
Ein einz'ger Augenblick kann alles umgestalten.
— Karl Maria von Weber
Die Politik ist nichts anderes, als die Kunst augenblicklichen Bewegungen, die durch außerordentliche Ursachen entstehen, zuvorzukommen oder zu begegnen.
— Ferdinando Coelestinus Galiani
Schuld haben sie beide nicht: Weder der Mensch, noch das Schicksal; sie passen nur immer ganz genau aufeinander.
— Wilhelm Raabe
Auf jedes Menschen Angesicht liegt leise dämmernd ausgebreitet ein sanfter Abglanz von dem Licht des Sternes, der sein Schicksal leitet. Der Genius der Harmonie wird dich mit seinen Wundertönen …
— Georg Friedrich Rudolph Herwegh
Wenn du die Geschichte eines großen Verbrechers liest, so danke immer, ehe du ihn verdammst, dem gütigen Himmel, der dich mit deinem ehrlichen Gesicht nicht an den Anfang einer solchen Reihe von Um …
— Georg Christoph Lichtenberg
Selten tritt dem Weisen das Schicksal in den Weg
— Seneca
Was Medikamente nicht heilen, heilt das Schwert, was das Schwert nicht heilt, heilt das Feuer, was aber das Feuer nicht heilt, muss als unheilbar angesehen werden.
— Hippokrates von Kós
Der Mensch hängt vom Himmel so wie das Schiff vom Lotsen ab.
Die Änderung der eigenen Misere von anderen zu verlangen, ist einfach und unwirksam.
— Else Pannek
Weiß man denn, was einen gesund gemacht hat? Die Heilkunst, das Schicksal, der Zufall oder Omas Gebet?
— Michel de Montaigne
Der tröstende Gedanke aber bleibt fort und fort, dass Gott auch widrige und schmerzliche Schicksale nur aus Liebe sendet, um unsere Gesinnungen zu läutern.
— Wilhelm von Humboldt
Wenn ich einen Nagel einschlage, nur um etwas anzuheften, so denke ich immer: Was wird geschehen, ehe ich ihn wieder herausziehe?
— Georg Christoph Lichtenberg