Sprüche über Schicksal
459 Sprüche — Seite 12
Wir selbst tragen Verantwortung für unser Schicksal. Wir können unser eigener Segen sein oder unser eigenes Unheil
Die gute Zeit fällt nicht vom Himmel, sondern wir schaffen sie selbst, sie liegt in unserem Herzen eingeschlossen.
— Fjodor M. Dostojewski
Alles geschieht in der Welt der Poesie wegen, die Geschichte ist der allgemeinste Ausdruck dafür, das Schicksal führt das große Schauspiel auf.
— Achim von Arnim
Wir sind alle stark genug um zu ertragen was anderen zustößt
— François de la Rochefoucauld
Das Schicksal ist: die Vollmacht des Tyrannen für seine Verbrechen, die Entschuldigung des Toren für sein Versagen.
— Ambrose Bierce
Glücklich das Genie, dem nie das Glück lächelte. Es ist sich selbst so ungeheuer viel. Was soll ihm das Glück noch sein?
— Richard Wagner
Klage nicht, dass dir im Leben ward vereitelt manches Hoffen. Hat, was du gefürchtet eben, doch auch meist dich nicht betroffen.
— Friedrich Rückert
Wie oft das größte Glück zerstört ein Augenblick!
— Anaximander
Die Anteilnahme der Nebenmenschen an unserem Schicksal ist Schadenfreude, Zudringlichkeit und Besserwisserei in wechselndem Gemisch.
— Arthur Schnitzler
Wir lächeln über das Kind, das den Stuhl schlägt, an dem es sich gestoßen hat, und klagen doch mit einer völlig ähnlichen Philosophie im Alter das Schicksal gegen Leiden an, woran wir selbst Schul …
— Georg Christoph Lichtenberg
Man sollte nicht ängstlich fragen: Was wird und kann noch kommen, sondern sagen: "Ich bin gespannt, was Gott jetzt noch mit mir vorhat".
— Selma Lagerlöf
Das Schicksal ist ein Wirbelwind, ein armes Blatt das Menschenkind. Er treibt's zu Tal, er hebt's zum Hügel - das Blättchen rühmt sich seiner Flügel!
— Hieronymus Lorm
Was Schicksal ist, läßt sich nicht definieren, nur sehend erleben.
— Oswald Spengler
Dem Nächsten muß man helfen: Es kann uns allen ja Gleiches begegnen
— Friedrich von Schiller
"Es kommt, wie es kommen muss", ist die Ausrede aller Faulpelze.
— Wilhelm Raabe
Mit der Freude zieht der Schmerz traulich durch die Zeiten. Schwere Stürme, milde Weste, bange Sorgen, frohe Feste. Wandeln sich zu Zeiten. War's nicht so im alten Jahr? Wird's im neuen enden? Son …
— Johann Peter Hebel
Wer in einen Brunnen stürzt, auf den wird sicher noch ein großer Stein herniederfallen.
Dunkel ist des Glückes launenhafter Gang, ein ungreifbar, unergründliches Rätselspiel.
— Euripides
Möget Ihr bewahrt werden vor den Schauern des Elends, vor den Güssen des Unglücks und vor den Krankheiten im Lauf des Jahres. Möget ihr eure Gesundheit erhalten in der Liebe Gottes und eurer Nachb …
Es gibt viele Entscheidungen, die nicht in unserer Hand liegen. Es bleibt einem nicht anderes übrig, als die Dinge philosophisch zu nehmen und nicht allzusehr gegen das Unabänderliche aufzumucken.
— John Knittel