Sprüche über Veränderung
529 Sprüche — Seite 22
Ein Mensch, der eine bestimmte Art zu handeln gewohnt ist, ändert sich nie und muss, wenn die veränderten Zeitverhältnisse zu seinen Methoden nicht mehr passen, scheitern.
— Nicolaus Machiavelli
Die Zeiten ändern sich. Und noch viel mehr die Menschen; und nur selten hebt man mit freudigem Lächeln wieder auf, was man mit bittern Tränen fallen ließ.
— Christian Friedrich Hebbel
Die Kunst des schönen Gebens wird in unserer Zeit immer seltener, in demselben Maße, wie die Kunst des plumpen Nehmens, des rohen Zugreifens täglich allgemeiner gedeiht.
— Christian Johann Heinrich Heine
Der Mensch ist weder Engel noch Tier, und das Unglück will es, dass, wer einen Engel aus ihm machen will, ein Tier aus ihm macht.
— Blaise Pascal
Dadurch haben sich die Menschen die Ehe zur Hölle gemacht, dass sie sie zu ihrem Himmel machen wollten.
— Johann Christian Friedrich Hölderlin
Durch albernes Geheule wird nie was in er Welt gebessert.
— Wilhelm Raabe
Wohin ich auch zu gehen gedenke, so muss ich doch erst immer einen Schlagbaum der Gewohnheit frei machen, so sorgfältig hat sie alle unsere Straßen verrammelt.
— Michel de Montaigne
Ideale sollten nach einer Umformung der Wirklichkeit trachten - nichts Geringeres sollte ihr Ziel sein.
— William James
Unser Ich gleicht den Flüssen, die ihren Namen beibehalten und stets anderes Wasser rollen.
— Karl Julius Weber
Sich der eigenen Leere zu stellen, kann ein Anfang sein.
— Else Pannek
Unsicherheit ist der Begleiter jeder Veränderung.
— Else Pannek
Gewiss ist, dass es Sonne gibt und Regen — dass es Abend wird und Nacht — und dass danach ein Morgen beginnt das ist gewiss.
— Else Pannek
Wir wissen wenigstens, dass wir nichts taugen, und in dieser Erkenntnis ist die Möglichkeit der Besserung gegeben
— Theodor Fontane
Der Mensch träumte und baute Maschinen, nach einiger Zeit fingen die Maschinen an zu träumen und vergaßen den Menschen
Die Erinnerungen früherer Zeiten nehmen von Jahrzehnt zu Jahrzehnt eine andere Gestalt und Wirkung für uns an.
— Jean Paul
Ein jeder Aberglaube versetzt uns ins Heidentum.
— Justus Freiherr von Liebig
Durch den Gebrauch unserer zwei Augen wird unser Leben nicht besser
— Voltaire
Seien wir neu und erfinderisch von Grund aus. Dichten wir das Leben täglich um.
— Hugo Ball
Wie schnell der Dank der Menschen doch verweht und Undank wird!
— Sophokles
Die beiden schönsten Dinge sind die Heimat, aus der wir stammen, und die Heimat, nach der wir wandern.
— Johann Heinrich Jung-Stilling