Sprüche über Gleichgültigkeit
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Wenn du auf schlechtes Wetter fluchst, verzerrst noch wütend dein Gesicht, bedenke - was du auch versuchst: Das Wetter int'ressiert es nicht
— Karl-Heinz Söhler
Was andre mag ergötzen, das kümmert wenig mich, sie leben in den Schätzen, in Freuden lebe ich.
— Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff
Die Menschen verkommen, wenn sie kein Festtagskleid anziehen.
— Thomas Carlyle
Liebe in der Verbindung sollte die Vollendung eines schönen Traums sein und nicht, da sie zu häufig ist, das Ende.
— Alphonse Karr
Man trägt doch eine eigentümliche Kamera im Kopfe, in die sich manche Bilder so tief und deutlich einätzen, während andere keine Spur zurücklassen.
— Bertha Freifrau von Suttner
Welcher Autor darf sagen, dass der Gedanke an die Oberflächlichkeit der meisten Leser ihm stets ein peinlicher und nicht mitunter auch ein tröstlicher sei?
— Marie von Ebner-Eschenbach
Halte die Augen vor der Ehe offen - dann halb geschlossen
— Benjamin Franklin
Während eine Flasche Champagner in eines Menschen Organismus wirkt, was kümmert es ihn, wie andere über ihn (oder sein Alter) denken! - Solchen Zustand berauschter Unbekümmertheit sollte man stets aus …
— Prentice Mulford
Es ist ihm so leid, als wenn dem Esel der Sack entfällt.
Es ist gleichviel, wie die Kuh heißt, wenn sie nur gute Milch gibt.
Wenn die Menschen nicht danach sind, oben und unten, hilft die Verfassung nicht, und wäre sie vom Himmel gefallen.
— Adolph Kolping
So war der Mensch zu allen Zeiten, so ist er jung, so bleibt er alt; Heiß ist er gegen Kleinigkeiten, und gegen große Dinge kalt.
— Magnus Gottfried Lichtwer
Der Reiche hat nur zwei Löcher in der Nase, ebenso wie der Arme.
Wer die Welt zuviel liebt, kommt nicht dazu, über sie nachzudenken; wer sie zu wenig liebt, kann nicht gründlich genug über sie denken.
— Christian Morgenstern
Wenn einer Geld hat, kann er dem Teufel Beine machen; wenn er keines hat, kommt nicht einmal der Mann, den er ruft.
Ein Ideal, für das ein Mann oder eine Frau nicht kämpfen wollen, stirbt - das ist ein Naturgesetz.
— Kurt Tucholsky
Die Kennworte des Wieners: Wie komm denn i dazu? Es zahlt sich ja net aus! Tun S' Ihnen nix an!
— Arthur Schnitzler
Was dir noch neu ist, wird dich auch reizen, was mir schon Spreu ist, ist dir noch Weizen.
— Friedrich Rückert
Das Gleiche läßt uns in Ruhe, aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht.
— Johann Wolfgang von Goethe
Sich sorgen ist fast so gut wie sich freuen. Unerträglich wird das Leben für den, der weder Freuden noch Sorgen hat.
— Henry Wadsworth Longfellow