Sprüche über Gleichgültigkeit
548 Sprüche — Seite 19
Wenn ich aufhören werde, mich zu entrüsten, werde ich zu altern begonnen haben.
— André Gide
Überlass dein Boot auf dem Meere des Schicksals nicht den Wellen, sondern rudere selbst; aber rudere nicht ungeschickt.
— August von Platen
Der vollkommene Weltmann wäre der, welcher nie in Unschlüssigkeit stockte und nie in Übereilung geriete.
— Arthur Schopenhauer
Die Schurken sind immer praktisch tüchtiger als die ehrlichen Leute, weil ihnen die Mittel gleichgültig sind.
— Franz Grillparzer
Wer nicht zuweilen zu viel empfindet, der empfindet immer zu wenig
— Jean Paul
Man darf nie seine Absicht zeigen, sondern man muss vorher mit allen Mitteln sein Ziel zu erreichen suchen.
— Nicolaus Machiavelli
Leben ist aussuchen. Und man suche sich das aus, was einem erreichbar und adäquat ist, und an allem anderen gehe man vorüber.
— Kurt Tucholsky
Deshalb fehlen wir, weil wir über des Lebens Einzelheiten alle uns den Kopf zerbrechen, um das Ganze aber niemand sich kümmert.
— Wilhelm Raabe
Ich lese keine Zeitung. Was wirklich wichtig ist, erfahre ich an der Börse.
— Meyer A. Rothschild
Mir ist alles einerlei. Mit Verlaub, ich bin so frei.
— Wilhelm Busch
Lass dir Leben und Tod gleich wichtig sein, und dein Verstand wird ohne Angst sein.
— Laotse
Die größte Ersparnis, die sich im Bereich des Denkens erzielen lässt, besteht darin, die Nicht-Verstehbarkeit der Welt hinzunehmen und sich um die Menschen zu kümmern.
— Albert Camus
Nichts ist dem Interesse so zuwider als Einförmigkeit, und nichts ihm dagegen so günstig als Wechsel und Neuheit.
— Heinrich von Kleist
Mögen Menschen kommen und gehen - mögen die Glocken läuten und Kinder schreien - wir wollen diesen Tag feiern!
— Henry David Thoreau
Wie es Leute gibt, die Bücher wirklich studieren, und andere, die sie nur durchblättern, gibt es Reisende, die es mit Ländern ebenso machen: Sie studieren sie nicht, sondern blättern sie nur durch.
— Ferdinando Coelestinus Galiani
Wenn ganz ohne Sorgen die Tage verschweben, das ist ein hohles, ein halbes Leben, doch glücklich ist der begnadete Mann, der seine Sorgen sich wählen kann.
— Oscar Blumenthal
Was hilft Gesetz, was helfen Strafen, wenn Obrigkeit und Fürsten schlafen.
— Magnus Gottfried Lichtwer
Streue nur gute Körner aus und sorge nicht, was aus ihnen wird
— Theodor Fontane
Wie könnte die Macht der Presse bestehen, wenn wir sie einfach ignorierten? Und wie wenig Anstrengung hätte uns das zu kosten!
— Richard Wagner
Das Gesundheitsinteresse ist riesengroß, das Gesundheitswissen ist mäßig, das Gesundheitsverhalten ist miserabel
— Christian Morgenstern