Sprüche über Verlust
469 Sprüche — Seite 21
Frauen betrauern einen Verlust - Männer erinnern sich.
— Tacitus
Nackt ward ich zur Welt geboren, nackt scharrt man in's Grab mich ein: Also hab' ich durch mein Sein nichts gewonnen, nichts verloren.
— Aloys Blumauer
Drücke den Pfeil zu schnell nicht ab, der nimmer wiederkehrt. Glück zu zerstören ist leicht, wiederzugeben schwer.
— Johann Gottfried Herder
Nichts ist verloren, wo der Same des Guten bleibt
— Johann Georg Adam Forster
Nichts wird uns mehr den Frieden rauben, als: Aberglauben
— Heinrich Martin
Die Natur besiegen zu können, ist ein intellektueller Trugschluss. Besiegen setzt bekämpfen und vernichten voraus.
— Else Pannek
Wir wurden nicht aus dem Paradies vertrieben. Es war umgekehrt, wir haben das Paradies vertrieben.
— Else Pannek
Habgier zerstört den Gierigen, Habgier und Macht haben größere Dimensionen.
— Else Pannek
Ein Tor erkennt, was er in Händen hält, als trefflich erst, wenn es verloren ist.
— Sophokles
Man verliert sein Herz an so vieles, da kann man es auch einmal an etwas gewinnen
— Peter Altenberg
Die Hoffnung aufgeben bedeutet, nach der Gegenwart auch die Zukunft preisgeben.
— Pearl S. Buck
Die Zeit ist schnell, noch schneller ist das Schicksal. Wer feig des einen Tages Glück versäumt, er holt’s nicht ein, und wenn ihn Blitze trügen
— Theodor Körner
Die Liebe zu verlieren ist der einzige Verlust, den wir in diesem Leben fürchten müssen
Man stattet den Dank eigentlich deshalb ab, um die Dankbarkeit loszuwerden.
— Karl Robert Eduard von Hartmann
Mit jeder untergehenden Monarchie verdunkelt sich der Himmel, denn er verliert einen Stern. Republik, das ist freigesetzte Scheußlichkeit
— Anatole France
Ohne Fantasie hätte die Menschheit den Mut zum Weiterexistieren längst verloren.
— Christian Morgenstern
Wer reich wird, wird ärmer, denn er verliert viele Wünsche.
— Wilhelm Raabe
Wer Glück will muss erwerben, was ihm kein Schicksalsschlag entreißen kann.
— Augustinus
Die, welche durch Geiz zu Reichtum gelangen, werden ihn nicht lange genießen
Ein Taler, der in deinem Beutel, wird dich vor anderen mehr erheben als zwanzig, die du ausgegeben.
— Barthold Heinrich Brockes