Sprüche über Bildung
546 Sprüche — Seite 20
Man wird immer finden, dass diejenigen, die wirklich wissen, die bescheidensten Menschen sind.
— Rudolf Steiner
Die meisten Bücher von heute scheinen in einem Tag aus den Büchern von gestern entstanden zu sein.
— Nicolas Chamfort
Die Bücherwelt ist in der Tag nur die Karikatur der wirklichen Welt. Beide entspringen aus der selben Quelle. Jene aber erscheint in einem freieren, beweglicheren Medio.
— Novalis
Erkenntnis macht frei, Bildung fesselt, Halbbildung stürzt in Sklaverei.
— Wilhelm Raabe
In Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit
— Thomas Carlyle
Ein Buch veröffentlichen heißt soviel, wie bei Tisch vor den Ohren der Dienerschaft sprechen.
— Henry de Montherlant
Wer das Alphabet erschaffen, hat uns den Faden unserer Gedanken und den Schlüssel der Natur in die Hand gegeben.
— Antoine de Rivarol
Unter die größten Entdeckungen, auf die der menschliche Verstand in den neuesten Zeiten gefallen ist, gehört meiner Meinung nach die Kunst, Bücher zu beurteilen, ohne sie gelesen zu haben.
— Georg Christoph Lichtenberg
Theorien sind die Vorurteile eines Professors
— Mark Twain
Der Wunsch, klug zu erscheinen, verhindert oft, es zu werden.
— François de la Rochefoucauld
Das Wissen ist ein Affenbrotbaum: Du kannst es nicht umspannen.
— Arthur Schopenhauer
Die gefährlichste Sorte von Dummheit ist ein scharfer Verstand
— Hugo von Hofmannsthal
Wer sich mit Raten, Vermutungen und unbewiesenen Schlussfolgerungen zufrieden gibt, der wird nie gescheit.
— Mark Twain
Das einzige Mittel gegen den Aberglauben ist Wissenschaft
— Henry Thomas Buckle
Den leeren Schlauch bläst der Wind auf, den leeren Kopf der Dünkel.
— Matthias Claudius
Das Buch ist eines der größten Weltwunder, es ist ein materielles Gefäß für das Immaterielle, den Geist. Das hat es mit dem Menschen gemein.
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Die Kultur der Menschheit besitzt nichts Ehrwürdigeres als das Buch, nichts Wunderbareres und nichts, das wichtiger wäre.
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Klugheit betrachtet die Wege zur Glückseligkeit; Weisheit aber betrachtet den Inbegriff der Glückseligkeit selbst.
— Thomas von Aquin
Wenn man nur bestimmte Werke der besten Dichter betrachtet, wird man sich versucht fühlen, sie gering zu achten. Um sie gerecht einzuschätzen, muss man alles lesen.
— Marquis de Vauvenargues
Besonnenheit ist die unzertrennliche Begleiterin der Weisheit; aber mit dem Genius verbindet sie nicht einmal eine Grußbekanntschaft.
— Charles Caleb Colton