Allgemein Sprüche
374 Sprüche — Seite 11
Tintenklecks und Eselsohren, den Turnbeutel schon wieder verloren. Das ist später nicht mehr wichtig, doch Herz und Humor sind immer richtig!
Vor Menschen ein Adler, vor Gott ein Wurm, so stehst du fest im Lebenssturm. Nur wer sich fühlt vor Gott ganz klein, kann vor den Menschen mächtig sein.
— Ernst Moritz Arndt
Anfangs willst du fast verzagen, und du denkst, du trägst es nie; und du wirst es doch ertragen, aber mit zerschundnem Knie.
Du bist freigiebig und galant, und das hält man dir vor; viel besser als eine offene Hand ist oft ein offenes Ohr.
Immer munter und frisch wie im Wasser der Fisch, wie im Kleefeld der Has, wie der Heuschreck im Gras, wie das Entlein im See, wie das Füchslein im Schnee, wie das Fröschlein am Bach, wie der Spatz …
Wär ich eine Gärtnerin, pflanzt ich dir ein Veilchen hin. Wär ich eine Dichterin, schrieb ich dir ein Verslein hin. Weil ich keins von beiden bin, schreib ich meinen Namen hin:
Die Distel spach zur Rose: "Was bist du nicht ein Distelstrauch? Dann wärst du doch was nütze, dann fräßen dich die Esel auch!"
— Friedrich von Bodenstedt
Viel schöner bist du, wenn du lachst, als wenn du eine Schnute machst!
Ist dir an schlechten Tagen, das Herz voll Traurigkeit, lass dir nur tröstlich sagen: Die Welt ist schön und weit.
Die ärgsten Feinde der Hauptsache sind die wichtigen Nebensachen.
— Friedrich von Bodelschwingh
Willst du das Leben recht verstehen, musst du's nicht nur von vorn besehen. Von vorn betrachtet sieht ein Haus meist besser als von hinten aus.
— Wilhelm Busch
Sei ohne Harm und ohne Groll, die Welt ist manchen Zufalls voll. Wenn du stets schaffst in guter Ruh, fällt dir vielleicht ein Glückslos zu.
Das eilende Schiff, es kommt durch die Wogen wie Sturmwind geflogen. Mit Jubel verkünden der Stimmen gar viele: Wir nahen dem Ziele! Der Fährmann am Steuer nur stöhnt leise: Wir segeln im Kreise!
— Marie von Ebner-Eschenbach
Wenn auch der letzte Anker bricht: Verzage nicht!
Nur vorwärts frisch und frei den Blick, darfst ihn nicht trübe senken; dir wird beschieden dein Geschick, doch - selber kannst du's lenken.
— Wilhelm Hasenclever
Glück ist, auch das zu lieben, was man tun muss, und nicht nur das, was man tun will
Jeder muss sein Säcklein tragen, mancher groß und mancher klein. Doch statt über Last zu klagen, solltest du zufrieden sein.
Beide schaden sich selbst: Der zu viel verspricht und der zu viel erwartet.
— Gotthold Ephraim Lessing
Der Gedanke klar, die Worte wahr, im Herzen rein, so soll es sein.
Die Alten ehre stets, du bleibst nicht ewig Kind, sie waren, was du bist, und du wirst, was sie sind.