Sprüche über Leid
369 Sprüche — Seite 16
Die Liebe hat für jedes Lebensalter seine Leiden
— Iwan Turgenjew
Frauen sind im Unglück weiser als Männer, weil sie Übung darin haben.
— Eleonora Duse
Für die Welt, die dunkel, in Leid verloren, ein Licht zu bringen, bist du geboren.
Von dir, oh Liebe, nehm ich an den Kelch der bittern Leiden; Nur einen Tropfen dann und wann, nur einen deiner Freuden! So wird dein Kelch, oh Liebe, mir wie Feuerbecher glänzen; Auch unter Tränen …
— Johann Georg Jacobi
Was ist des Menschen Leben? Ein Schwanken hierhin - dorthin - von Sorge zu Sorge. Ein Loch stopft man zu, - ein anderes ist gleich wieder da.
— Laurence Sterne
Was ich besessen, bleibt unvergessen, macht schön das Erinnern, macht tragbar das Leid.
Das Finden seiner selbst in dunklen Tagen ist meistens mehr Glücksache, als die Menschen gewöhnlich eingestehen wollen.
— Gottfried Keller
Leid frisst das Herz und auch den Mut.
— Ernst Moritz Arndt
Alles, was geschieht, ist nur Leid und Lied. Gott spielt auf der Harfe Trost sich zu.
— Klabund
Wir haben alle Kraft genug, um die Leiden anderer zu ertragen.
— François de la Rochefoucauld
Alle Robbenjagd ist eine gemeine, erbarmungslose Schlächterei, bei welcher sich Rohheit und Gefühllosigkeit verbinden.
— Alfred Edmund Brehm
Sorgen sind meist von der Nesseln Art, sie brennen, rührst du sie zart; fasse sie nur an herzhaft, so ist der Griff nicht schmerzhaft.
— Franz Emanuel August Geibel
Das Kind ist für die Mutter der Inbegriff allen Glückes. Kleine Sorgen können ihre ständige Seligkeit vorübergehend trüben, doch ihre große königliche Freude kann kein Leid töten.
— Paul Keller
Meine Leiden sind das Werk der Natur, mein Glück aber ist mein Werk.
— Jean-Jacques Rousseau
So sei und so reife… wie viel du auch littst, dass alle froh werden, wenn du ins Zimmer trittst!
— Cäsar Flaischlen
Sentimentalität und Grausamkeit sind leibliche Schwestern.
— Alexander Alexandrowitsch Block
Die Leiden sind wie Gewitterwolken, in der Ferne sehen sie schwarz aus, über uns kaum grau.
— Jean Paul
Hinter allem menschlichen Leid türmen sich Berge von Unwissenheit, riesige schwarze Wolken falschen Denkens, gespenstische Schwäche des Fleisches.
— John Knittel
Tröste dich, die Stunden eilen, und was all dich drücken mag, auch die schlimmste kann nicht weilen, und es kommt ein anderer Tag.
— Theodor Fontane
Das Gefühl der Gesundheit erwirbt man durch Krankheit.
— Georg Christoph Lichtenberg