Sprüche über Leid
369 Sprüche — Seite 11
Und wenn ein Freund dich kränkte, verzeih's ihm und versteh: es ist ihm selbst nicht wohl dabei, sonst tät er dir nicht weh.
— Friedrich Rückert
Nur der Schmerz trennt und vereinzelt, in der Freude verlieren sich alle Grenzen.
— Friedrich von Schlegel
Die Betrachtung des menschlichen Elends aber macht den Weisen stets maßvoll.
— Jean-Jacques Rousseau
Unglück ist auch gut. Ich habe viel in der Krankheit gelernt, das ich nirgends in meinem Leben hätte lernen körnen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Freud und Leid sind Reiseleute, ziehen immer aus und ein; doch will dieses immer länger, jene kürzer bei uns sein.
— Friedrich von Logau
Wir müssen lernen, den Menschen weniger auf das, was er tut oder läßt, als auf das, was er leidet, anzusehen.
— Dietrich Bonhoeffer
Fasse deinen Mut zusammen! Es ist kein Elend in der Welt von beständiger Dauer.
— Adolph Freiherr von Knigge
Die Ehe ist für uns arme Sünder ein Marterstand, drum, Eltern, zwingt doch keine Kinder ins Eheband.
— Johann Wilhelm Ludwig Gleim
Wenn man dich plagt, so segne doch, wenn man dich hasst, so liebe noch: Es kann ein guter Mensch auf Erden durch böse Menschen besser werden
— Gerhard Tersteegen
Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenn's ihm gut geht, und eine, wenn's ihm schlecht geht. Die letztere heißt Religion.
— Kurt Tucholsky
Viele KInder sind das Leid der Mutter.
Unterhaltung ist gut, wenn sie nicht unsittlich, sondern anständig ist, und wenn ihretwegen nicht andere leiden müssen.
— Leo Tolstoi
Glück ist gut für den Körper, denn Kummer stört den Geist.
— Marcel Proust
Gib dem Leid Ausdruck und es wächst Dir ans Herz. Gib der Freude Ausdruck und sie versetzt dich in Taumel.
— Oscar Wilde
Wenn der Kummer zu tief für's Weinen ist, kann er ein Lied auf unsere Lippen bringen.
Keine Speise wird gar und kein Brot wird gebacken ohne Feuer, und doch will der Mensch reif werden ohne Leid.
Ohne Schatten gibt es kein Licht, man muß auch die Nacht kennenlernen
— Albert Camus
Wer nicht ein kleines Leid zu ertragen versteht, muß sich darauf gefaßt machen, viele Leiden über sich ergehen zu lassen.
— Jean-Jacques Rousseau
Es gibt für den Menschen nur drei Ereignisse: geboren werden, leben und sterben. Aber er merkt nicht, wenn er geboren wird. Er leidet, wenn er stirbt. Und er vergisst zu leben.
— Jean de la Bruyère
Mitleid eines Mannes zu einer leidenden Frau ist immer Zärtlichkeit.
— Stefan Zweig