Sprüche über Kraft
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Gehst früh zu Bett, stehst auch früh auf, verlängerst du den Lebenslauf.
Wer ein Ziel hat, lässt sich auch von schlechten Straßen und dichtem Nebel nicht aufhalten.
Sei schlicht und wahr, blick der Gefahr frei ins Gesicht: fürchte dich nicht!
Ich will! - Das Wort ist mächtig, spricht's einer ernst und still; die Sterne reißt's vom Himmel, das eine Wort: Ich will!
— Friedrich Halm
Wer schießen soll, muss laden, wer arbeiten soll, muss essen.
Dem Fleissigen guckt der Hunger wohl zuweilen ins Fenster, aber ins Haus darf er nicht kommen.
Soll man ein Huhn mit einem Messer schlachten, das für einen Ochsen bereit liegt?
Reichen die Wurzeln tief, gedeihen die Zweige
Handelt man zu spät, so verpasst man die günstige Gelegenheit, handelt man zu früh, so hat man noch nicht genügend Kräfte gesammelt.
— Nicolaus Machiavelli
Die Menschen begehen den Fehler, dass sie ihren Hoffnungen keine Grenzen zu setzen wissen. Sie bauen auf sie, ohne sich nach den eigenen Kräften zu richten, und rennen so ins Verderben.
— Nicolaus Machiavelli
Jetzt schon sei im starken Gemüte des Alters Kraft, dass sie dir erhalte die Jugend, damit später die Jugend dich schütze gegen des Alters Schwäche.
— Friedrich Schleiermacher
Der Körper kann eine grössere Last tragen, wenn man ihn strafft; mit der Seele ist es genauso.
— Michel de Montaigne
Die fruchtbringende Liebe verschönt, wenn sie begonnen. Das ist der Same, den sie hat und kraft dessen sie nie vergehen wird.
— Gottfried von Strassburg
Du entgehst nicht dem Verhängnis! Diesen Glauben hast du, merke, nicht dass er dich in Bedrängnis mutlos mache, sondern stärke.
— Friedrich Rückert
Je größer die Schwierigkeit, die man überwand, desto größer der Sieg.
— Marcus Tullius Cicero
Die Erkenntnis der eigenen Kraft macht bescheiden.
— Paul Cezanne
Frauen sind im Unglück weiser als Männer, weil sie Übung darin haben.
— Eleonora Duse
Gnade und Tugend bilden die Ordnung der Natur nach, die kraft göttlicher Weisheit gegründet ist.
— Thomas von Aquin
Durch ein paar Züge aus dem Becher der Liebe hält uns die Natur für ein Leben voll Mühe schadlos.
— Johann Wolfgang von Goethe
Was ich besessen, bleibt unvergessen, macht schön das Erinnern, macht tragbar das Leid.